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Düsseldorf
Uni muss Millionen sparen

Düsseldorf. Die Rektorin will heute in einer Vollversammlung, ihre Pläne erläutern.

Die Heinrich-Heine-Universität muss in den kommenden Jahren kräftig sparen. Der gesamte Haushalt in Höhe von 240 Millionen Euro muss um sechs bis acht Millionen Euro entlastet werden, wie die Rektorin Anja Steinbeck bestätigte. Bis zum Jahr 2020 sollte der Uni-Haushalt saniert sein: Dann werden die Mittel, die für die doppelten Abiturjahrgänge bereitgestellt werden, zurückgefahren.

Die Sparmaßnahmen seien notwendig, weil die Universität in den vergangenen Jahren massiv neugebaut hat und nicht alle Projekte aus Landesmitteln finanziert werden. Ein weiterer Grund sei, dass derzeit mehr Personal angestellt sei, als vom Land gedeckt ist. Den größten Teil will man demnach durch Einsparungen bei den Baumaßnahmen und beim Personal erreichen. Dort soll es vor allem die Verwaltung treffen, aber auch Fakultäten müssen sich auf Kürzungen einstellen. Weder Lehrstühle noch Fakultäten sollen komplett entfallen. Auch keine der 220 Professuren soll gestrichen werden, wohl aber soll es vereinzelt zu Professur-Verschiebungen von einem Fach ins andere kommen.

Ebenfalls bestätigt hat die Universität gestern, dass ein neues Institut gegründet werden soll: Das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (Didi) wird an der philosophischen Fakultät angesiedelt, soll sich aber fakultätsübergreifend mit dem demokratischen Willensbildungsprozess in der digitalen Welt beschäftigen. Darüber hinaus wurde gestern bekannt, dass der Düsseldorfer Mäzen Udo van Meeteren der Universität zwei Millionen Euro spendet. Damit kann die Hochschule zum Wintersemester den neuen Masterstudiengang "Kunstvermittlung und Kulturmanagement" einrichten. Die Philosophische und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät tragen den Studiengang gemeinsam. Er ist deutschlandweit einmalig und soll "passgenau auf die Düsseldorfer Kunst- und Kulturszene zugeschnitten" werden. Details zu den Plänen wollen van Meeteren und die Unirektorin morgen der Öffentlichkeit vorstellen.

Heute findet ab 16.15 Uhr eine Asta-Vollversammlung im Hörsaal 3A, Gebäude 23.01 der Philosophischen Fakultät, statt.

(arl/hdf/lukra)
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