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Kommentar
Unselbstständige Großstädter

Düsseldorf. Der Jahresbericht der Feuerwehr spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen ebenso wieder wie die Polizeistatistik. In Letzterer lässt sich seit Jahren wachsende Gewaltbereitschaft und Verrohung ablesen. Und bei der Feuerwehr die sich immer mehr verbreitende Haltung, dass grundsätzlich jemand anders für das eigene Wohlergehen zuständig ist.

Die Warnungen vorm Betreten des Waldes nach einem schweren Sturm, die Verbotsschilder an einer einsturzgefährdeten Ruine oder einem halb zugefrorenen Teich: So etwas ist notwendig, wo sich gesunder Menschenverstand und Eigenverantwortung gegen ein "Das-muss-einem-doch-gesagt-werden"-Bewusstsein zurückbilden. Dass der Rettungsdienst immer öfter auch zum Pflasterkleben gerufen wird, ist nur eine Seite der Medaille. Dass die Sanitäter ihre Verantwortung wiederum häufig an Notärzte und die Notaufnahmen der Krankenhäuser abgeben, ist die logische Folge. Stefani.Geilhausen @rheinische-post.de

Quelle: RP
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