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Düsseldorf
Unterschiedliche Ursachen für U71-Entgleisungen

Düsseldorf. Die beiden Entgleisungen der Linie U71 auf der Wendeschleife an der Heinrichstraße hatten laut Rheinbahn keinen Zusammenhang. Nach Angaben des Unternehmens war am Sonntagabend ein zu hohes Fahrtempo die Ursache dafür, dass die vier hinteren Achsen am letzten Wagen aus dem Gleis gesprungen sind. Offenbar sei der Fahrer noch nicht daran gewöhnt gewesen, mit dem deutlich längeren Zug der Wehrhahn-Linie über die Wendeschleife zu fahren, heißt es. Zuvor waren auf der Strecke keine Züge mit zwei gekoppelten Wagen unterwegs gewesen. Laut Fahrtenschreiber erreichte der Zug auf der Schleife eine Geschwindigkeit von 24 Kilometern pro Stunde, erlaubt waren nur 20. Vor allem aber war die Beschleunigung in der Kurve zu hoch - wodurch der Zug entgleiste.

Beim zweiten Vorfall am Dienstag war der Zug hingegen deutlich langsamer, wie die Analyse des Fahrtenschreibers bestätigte. Die Rheinbahn hatte nach der ersten Entgleisung eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde vorgeschrieben. In diesem Fall sprang der Spurkranz des Radreifens an der letzten Achse des hinteren Fahrzeugs an einer fehlerhaften Gleisstelle aus seiner Spurführung. Dies ereignete sich laut Rheinbahn fünf Meter vor der ersten Unfallstelle, war also keine Folge des Ereignisses vom Sonntag.

Das Verkehrsunternehmen hatte in der vergangenen Zeit mit mehreren spektakulären Entgleisungen zu kämpfen, zuletzt etwa auf der nun stillgelegten Strecke durch die Altstadt. Eine Zunahme solcher Vorfälle gibt es aber laut Rheinbahn nicht. Insbesondere auf den Strecken über Auto-Fahrbahnen passierten Entgleisungen immer wieder, da die Gleise dort sehr eng sind. Die Fahrer würden laufend zu vorsichtigem Verhalten aufgerufen.

(arl)
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