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Düsseldorf
Unterschriftensammlung gegen Flüchtlingsunterkunft

Düsseldorf. Gleich drei Initiativen von Anwohnern der Otto-Hahn-Straße, der Straße Am Haferkamp sowie aus Himmelgeist/Itter haben sich gebildet, um zu verhindern, dass die Stadt auf einer Fläche an der Ickerswarder Straße/Münchener Straße eine Unterkunft für 500 Flüchtlinge baut.

Derzeit werden Unterschriften mit dem Hinweis gesammelt, dass man zwar für die Unterbringung von Flüchtlingen (maximal 250) an diesem Standort, aber gegen eine Belegung mit so vielen Asylbewerbern sei. Bei einem dreigeschossigen Bau, der mit 500 Menschen belegt sei, sei ein vernünftiges Zusammenleben nicht mehr möglich, sagen Anwohner und Nachbarn und fordern die Stadt auf, "Augenmaß" zu wahren. Die Unterschriftenlisten sollen noch vor der Sitzung des Bauausschusses (12. April) der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch übergeben werden. Wenn auch nur nachrichtlich, geht es in dieser Sitzung noch einmal um den Ankauf von sechs Wohnmodulanlagen in einem Gegenwert von 69 Millionen Euro. Diese Entscheidung ist bereits in einer Sondersitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 18. März gefallen.

Man habe ihr zugesichert, dass direkt nach den Osterferien ein gemeinsamer Termin gesucht werde, sagte Anwohnerin Astrid Köhler im Gespräch mit unserer Redaktion.

Mehr als 700 Unterschriften hatte bereits eine Lichtenbroicher Interessengemeinschaft für eine gerechtere stadtweite Verteilung von Flüchtlingen gesammelt. Auch In der Nießdonk plant die Stadt eine Unterkunft für 500 Menschen.

(rö)
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