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Düsseldorf
Unterstützer für den Tour-Start

Düsseldorf. Vor Abstimmung im Stadtrat sollen prominente Zitate die Politik überzeugen. Von Denisa Richters

Schon im Oberbürgermeister-Wahlkampf war es bei Thomas Geisel ein wichtiges und wirksames Instrument: "Testimonials", Bekenner aus der Stadtgesellschaft, die erklärten, weshalb sie am Wahltag ihr Kreuz bei dem SPD-Mann machen. Wenn dem Rathaus-Chef wirklich etwas am Herzen liegt und er keine sichere Mehrheit im Stadtrat hat, greift er gerne darauf zurück. So war es beim Johannes-Rau-Flughafen (der dennoch keine Mehrheit fand), so ist es jetzt beim Grand Départ der Tour de France 2017 in Düsseldorf.

Am kommenden Donnerstag soll der Rat über die Finanzierung entscheiden. Die Stadt kalkuliert mit Kosten in Höhe von 11,2 Millionen Euro für das dreitägige Event, kann dem schon Sponsorengelder und andere Einnahmen in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro gegenübersetzen, weitere 2,7 Millionen stehen in Aussicht. Bedingungen der Kritiker wurden erfüllt, so etwa die Gewerbesteuereffekte aus der Kalkulation herauszunehmen. Da die FDP die Tour ablehnt, SPD und Grüne alleine keine Mehrheit haben, hofft man nun vor allem auf die CDU. In deren Reihen gibt es Tour-Befürworter, vor allem aber steht das Risiko im Raum, bei einem kostenträchtigen Scheitern der Tour als Verhinderer dieses und auch künftiger Sport-Events zu gelten,.

Prominente Stimmen aus dem konservativen politischen Lager könnten da helfen. Unter den zahlreichen Tour-Bekennern ist etwa der Unternehmer Jürgen R. Thumann. Der frühere BDI-Präsident sieht den Tour-Start als "hervorragende Gelegenheit, das Profil Düsseldorfs als Sportstadt zu schärfen". Alexander Schröder-Frerkes (AmCham) betont, dass solche Sportereignisse den Marktwert einer Stadt erheblich steigern. Karl-Heinz Gatzweiler (Schlüssel) sieht "die perfekte Gelegenheit, Düsseldorf mit seinen Vorzügen zu präsentieren".

Quelle: RP
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