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Salafist Sven Lau vor Gericht
Urteil voraussichtlich in zwei Wochen

Fotos: Sven Lau beim Prozessauftakt in Düsseldorf
Fotos: Sven Lau beim Prozessauftakt in Düsseldorf FOTO: dpa, fg pil
Düsseldorf. Im Prozess gegen den Salafistenprediger Sven Lau ist am Mittwoch die Beweisaufnahme geschlossen worden. Nächste Woche wird plädiert.

Das Urteil gegen den Gladbacher Salafistenprediger Sven Lau wird voraussichtlich in zwei Wochen gesprochen. Am Mittwoch schloss der Senat um den Vorsitzenden Richter Frank Schreiber die Beweisaufnahme. In einer Woche werden erneut die Plädoyers gehalten. Doch die werden aller Wahrscheinlichkeit nach kurz ausfallen.

Lau ist angeklagt wegen Unterstützung einer terroristischen Organisation im Ausland. Er soll zwei junge Männer in eine Kampfgruppe nach Syrien vermittelt haben, dazu Nachtsichtgeräte und Bargeld nach Syrien geschickt haben.

Mitte Mai war bereits das erste Mal im Prozess plädiert worden. Der Vertreter des Bundesanwalts forderte damals sechseinhalb Jahre Haft für Lau, Laus Verteidiger Mutlu Günal einen Freispruch. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer drei Hilfsbeweisanträge gestellt, die nur als gestellt gelten sollten, wenn das Gericht eine Verurteilung erwägt. Der Vorsitzende Richter entschied daraufhin, die weitern Zeugen zu hören und nahm die Beweisaufnahme wieder auf. Nun könnte das Urteil in zwei Wochen fallen. Sollte Lau verurteilt werden, will sein Verteidiger Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.

(heif)
 
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