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Name und Nachricht
"Vergesst die Menschlichkeit nicht"

Name und Nachricht: "Vergesst die Menschlichkeit nicht"
FOTO: Ruhnau
Düsseldorf. "Vergesst die Menschlichkeit nicht", sagt Heinz Engels mehrfach, als er gestern von Stadt- und Feuerwehrspitze in den Ruhestand verabschiedet wird. Engels war ein lernbegieriger und innovativer Feuerwehrmann sowie seit 2001 ein ausgezeichneter Pressesprecher, immer ansprechbar und hilfsbereit.

Er hat viel zu erzählen, aber dass er mit dem Rettungsdienst beginnt, hat eben mit der Menschlichkeit zu tun, dem Ur-Antrieb des Helfers. "Du schaust in die Augen von Menschen, denen ihr Leben entgleitet", sagt er. Nicht immer könne man alles zum Guten wenden. "Aber du bekommst einen Blick zurück, und das hat mich erfüllt." Dazu passt der Bericht "meines schönsten Einsatzes" im Rahmen eines Praktikums auf der Kinderintensivstation. Da hat sich Engels vier Wochen um "Sabinchen" gekümmert, ein todkrankes Kind.

44 Jahre hat er Feuerwehrdienst geleistet, 36 davon bei der Berufsfeuerwehr Düsseldorf, er ist sogar noch Brandrat geworden. Engels ist in Jüchen geboren und lebt dort, er ist gelernter Kfz-Mechaniker und wollte in Düsseldorf Meister werden, als er das Werbeplakat der Feuerwehr sah. Das war 1981 und veränderte sein Leben. 130 Fortbildungen hat er besucht, war selber Ausbilder, hat die Uniform verbessert ("das waren früher schwarze Kommunionsanzüge"), die Höhenretter-Truppe initiiert, und er war Strahlenschutz-Beauftragter. Engels erzählt von schlimmen Feuern, Verletzungen und von der Not-OP für ein Pferd. Und von einem vermeintlichen Küchenbrand am Mörsenbroicher Ei. Als Engels über die Drehleiter in die Wohnung einstieg, brutzelten dort auf einem Grill die Würstchen. Im Nebenzimmer ertappte er ein Paar in flagranti. Engels trocken: "Ich habe ein aufklärendes Gespräch geführt." Uwe-Jens Ruhnau

Quelle: RP
 
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