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Düsseldorf
Versetzter AfD-Funktionär - Stadt sucht Lösung

Düsseldorf. Es hat für großes Aufsehen gesorgt, als vor zwei Wochen bekanntwurde, dass ausgerechnet jener Mitarbeiter, der im Düsseldorfer Rathaus Ansprechpartner bei Flüchtlings-Wohnungen war, in Heinsberg Funktionär der rechtspopulistischen AfD ist. Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ließ den Beamten, der Mitte zwanzig und Vorsitzender der Jugend- und Ausbildungsvertretung beim Personalrat der Stadt ist, versetzen. Allerdings wird der Mann von allen Seiten dem Vernehmen nach als kompetent und engagiert bezeichnet.

Zudem ist es arbeitsrechtlich nicht einfach, eine solche Versetzung dauerhaft aufrechtzuerhalten. Hinter den Kulissen wird deshalb nach einer Lösung gesucht. Eine Überlegung soll sein, dass der Mitarbeiter in das Büro der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch kommt. Offiziell bestätigt wurde das nicht. Möglicherweise wird der Mann freiwillig sein Parteibuch abgeben.

Auf eine Ratsanfrage der Linken antwortete Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, dass bei den Entscheidungen des Mitarbeiters im Wohnungsamt bei der Vermittlung von Wohnraum an Flüchtlinge (seit Anfang 2015 bisher 139) das "Vier-Augen-Prinzip" gegolten habe.

(dr)
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