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Kommentar
Vertrauenskrise im Rathaus

Meinung | Düsseldorf. Es ist für Außenstehende kaum noch zu verstehen, was sich im Rathaus abspielt: Da verweigert der Stadtrat schon wieder, dass Firmen ihr wohl verdientes Geld bekommen. Von Arne Lieb

Es kann nicht der richtige Weg sein, diese Zahlungen nun noch weiter zu verzögern, wenn es doch eigentlich um etwas ganz anderes geht. Der Rat sollte einen Weg finden, die Rechnungen möglichst schnell zu bezahlen - und sich zugleich verständigen, wie die Geschehnisse rund um die Tour politisch aufgearbeitet werden können.

Denn der Grand Départ ist zur Vertrauenskrise zwischen Stadtrat und Stadtchef geworden. Oberbürgermeister Geisel hat die Bewerbung 2015 ohne stabile Mehrheit durchgedrückt - und bis zum Schluss den Eindruck aufkommen lassen, er wolle die Finanzierung lieber am Rat vorbei regeln. Das lassen sich die Ratsleute zu Recht nicht bieten. Dass Geisel den unglücklichen Dringlichkeitsbeschluss nun als Fehler bezeichnet, ist ein guter erster Schritt. Weitere müssen folgen. Stadtchef und Rat müssen jetzt dringend klären, wie sie ihre Zusammenarbeit besser gestalten können. Sonst kommt schnell die nächste Krise.

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Quelle: RP
 
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