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Düsseldorf
Verwaltungsreform kostet 200.000 Euro

Düsseldorf. Das Konzept "Verwaltung 2020" erhält einen Begleiter. "Aufgrund der komplexen Projektstruktur" will die Stadtspitze ein Beratungsunternehmen beauftragen, den Amts- und Institutsleitern sowie den Dezernenten bei Bedarf zur Seite zu stehen. Deshalb stimmt der Stadtrat am Donnerstag über einen Antrag ab, mit dem 200.000 Euro für einen solchen Berater freigegeben werden.

Ziel der Reform ist es, die Verwaltung bei sinkenden Mitarbeiterzahlen ähnlich leistungsfähig zu halten. In den nächsten 15 Jahren gehen gut 40 Prozent der Mitarbeiter in den Ruhestand (rund 4000), zudem gibt es aus anderen Gründen eine Fluktuation von 280 Beschäftigen pro Jahr. Die Rathausspitze geht nicht davon aus, diese Lücke füllen zu können, sondern glaubt, mit etwa 2000 Mitarbeitern weniger auskommen zu müssen. Deshalb haben die Amts- und Institutsleiter den Auftrag erhalten, bis Ende Februar/Anfang März Pläne zu entwickeln, wie sie mit 20 Prozent weniger Personal ein vergleichbares Angebot gewährleisten können. Anschließend beraten die Dezernate und die Verwaltungsspitze die Vorschläge. Im Sommer soll das Reformkonzept stehen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat den Prozess ausdrücklich von unten nach oben angelegt. Er wolle keine Berater durchs Haus schicken, die einfach Stellen oder Aufgaben streichen, sagte er in der vergangenen Woche. Der Berater, der nun den erwähnten städtischen Auftrag erhält, soll alle Ebenen auf Anfrage bei ihren Überlegungen unterstützen.

(hdf)
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