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Düsseldorf
Verwandte reisen zur Verlegung von Stolpersteinen an

Düsseldorf. 275 "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig gibt es bereits in der Stadt, die an die jüdischen Opfer der NS-Zeit erinnern sollen, und morgen kommen 16 weitere an zehn verschiedenen Orten dazu. So wird ein Stolperstein auf der Beuthstraße 4 für Mendel Eimer verlegt. Dessen Enkelin Florence Fruchter und eine weitere Angehörige werden aus diesem Grund eigens aus New York anreisen. An der Brehmstraße 84 werden wiederum die zehn mal zehn Zentimeter großen Messingtafeln, auf denen die Namen und Lebensdaten der Opfer genannt werden, in Erinnerung an Fritz und Emmy Grunewald verlegt, die in Auschwitz ermordet wurden. Aus Detroit werden dazu die Enkelin Charlotte Massey sowie weitere Angehörige aus Frankreich und Belgien anreisen.

Finanziert wurden die Stolpersteine von privaten Paten, koordiniert wird die Aktion vom Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte. Aufgrund seiner großen Arbeitsbelastung wird der Künstler Gunter Demnig nach Angaben der Stadt dieses Mal bei der Verlegung nicht dabei sein. Die Arbeiten werden von Mitarbeitern des städtischen Tiefbauamts durchgeführt und von Mitarbeitern der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf begleitet.

(semi)
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