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Düsseldorf
Viel Arbeit in den Oasen der Ruhe

Düsseldorf: Viel Arbeit in den Oasen der Ruhe
Dorothea und Gerhard Eichhorn haben immer viel in ihrem Garten zu tun - vor allem direkt nach dem Winter. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. Bei den Hobbygärtnern herrscht derzeit Hochsaison. Einige Düsseldorfer geben sich zurzeit besonders viel Mühe bei der Gartengestaltung, denn bei den Tagen der offenen Gartenpforte sind sie Gastgeber und wollen dann die heimische Parzelle besonders schön präsentieren. Von Julia Brabeck

Bei Ulla Hönsch steht zurzeit viel Schlepperei an, denn mehr als 50 Blumenkübel müssen aus der Garage, dem Keller und dem Glashaus in den Garten gebracht werden. Dabei handelt es sich durchweg um mediterrane Gewächse wie Oleander, Dattelpalme oder Zitronenbäumchen. Dass die Mörsenbroicherin so viele südländische Pflanzen besitzt, ist kein Zufall: Sie gestaltet einen Bibelgarten und kann inzwischen 63 der insgesamt 110 Gewächse, die in der Bibel erwähnt werden, präsentieren.

Ulla Hönsch prüft, ob ihre Dattelpalme den Winter gut überstanden hat. In ihrem Garten wachsen 63 Gewächse, die in der Bibel erwähnt werden. FOTO: a. bretz

Alleine könnte Ulla Hönsch die schwere Gartenarbeit aber gar nicht bewältigen. Sie ist deshalb froh, dass ihre Freunde Erich, Helfried und Renate regelmäßig mit anpacken. In den vergangenen Tagen wurden die Gartenmöbel aufgestellt, das Dach der Weinlaube gesäubert, der Rasen vertikutiert und der Wein hochgebunden. "Jetzt verschaffe ich mir einen Überblick, was den Winter nicht überstanden hat und ersetzt werden muss", sagt Hönsch. Während andere dafür nur einfach in den nächsten Gartenmarkt fahren, ist sie auf ihre Kontakte angewiesen: "Die Myrre kann man eigentlich nur in Somalia bekommen. Aber ich habe eine Pflanze vom botanischen Garten in Erlangen erhalten, die zum Glück gut gedeiht."

Während Hönsch noch bis zum Sommer warten muss, bis bei ihr die ersten Blüten erscheinen, ist der Garten von Dorothea und Gerhard Eichhorn bereits ein Blütenmeer. "Und das bereits seit Februar, als hier Hunderte Schneeglöckchen und danach Schlüsselblumen blühten", sagt Dorothea Eichhorn. Der Reihenhausgarten mit drei Gartenteichen und kleinem Wasserfall sieht top gepflegt aus. "Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns" sagt die Ludenbergerin. Um keine wichtige Aufgabe aus den Augen zu verlieren, hat sie sich eine Liste angefertigt. So müssen zum Beispiel die Rasenkanten abgestochen, die verblühten Blumenzwiebeln aus den Töpfen in die Beete umgesetzt und die Terrasse noch mit der Wurzelbürsten ordentlich saubergeschrubbt werden. "Mit dem Rückschnitt der Seerosen, müssen wir noch warten, bis die Kaulquappen größer sind", sagt Gerhard Eichhorn. Und außerdem muss noch Unkraut gejätet werden.

Wie Skulpturen wirken die großen Pflanztöpfe, in die Ulrich Hassenpflug jetzt Salat gepflanzt hat. FOTO: Hans-jürgen Bauer

Das steht auch bei Ulrich Hassenpflug und Elke Richter auf dem Programm: Der Stahlbildhauer, dessen Garten zahlreiche bewegliche Skulpturen schmücken, spricht aber lieber vom Zurückdrängen von Pflanzen mit zu großem Ausbreitungsdrang. "Denn Nelkenwurz ist eigentlich eine schöne Blume." Ihren 2600 Quadratmeter großen Garten in Eller beschreiben die Beiden als eine "Oase der Ruhe", in der es aber viel zu entdecken gibt. In großen Blumentöpfen und damit sicher vor Schnecken, wurde nun Salat gepflanzt, Stauden werden gesetzt und es wurde viel gewässert. "Vielleicht vertreibt das Wasser auch einige der Wühlmäuse", hofft Hassenpflug.

Quelle: RP
 
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