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Düsseldorf
Viele Geschäfte haben neue Mieter gefunden

Düsseldorf. Vor allem in Stadtteilen wie Carlstadt, Stadtmitte und Pempelfort ist die Zahl leerstehender Ladenlokale rückläufig. Von Semiha Ünlü

Rund um den Wehrhahn ist die Entwicklung besonders deutlich zu sehen: Viele leerstehende Geschäfte haben dort inzwischen neue Mieter gefunden. So hat das Reformhaus Kaubisch von Debora Meli eröffnet, aber auch das "Krawattenmuseum" von Mohammad Vahabzadeh, das "Café am Wehrhahn" von Bilal Kaya und auch einige andere Einzelhandels- und Gastronomie-Betriebe. Nach dem Ladensterben der vergangenen Jahre nicht zuletzt auch wegen der Dauerbaustelle für die Wehrhahn-Linie vor der Tür, die im vergangenen Februar eröffnet wurde, haben viele Geschäftsleute in Pempelfort einen Neuanfang gewagt.

Dieser Trend lässt sich auch an den Zahlen der Verwaltung über Leerstände im Stadtbezirk 1 ablesen, um die die zuständige Bezirksvertretung gebeten hatte. Demnach ist die Zahl leerstehender Ladenlokale in Pempelfort, Carlstadt und in der Stadtmitte von 2009 auf 2014 deutlich gesunken: in Pempelfort von 60 auf 41, in der Carlstadt von neun auf vier und in der Stadtmitte von 140 auf 113. Insgesamt ist die Zahl der leerstehenden Ladenlokale im Stadtbezirk von 244 auf 216 gesunken.

Doch gerade in der Altstadt und in Derendorf zeichnet sich eine andere Entwicklung ab: So ist dort die Zahl der leerstehenden Lokale von neun auf 17 beziehungsweise 24 auf 37 gestiegen. In Derendorf hat sich nach dem Betrachtungszeitraum aber immerhin einiges getan, denn mit der Teil-Eröffnung des neuen Campus der Hochschule Düsseldorf auf dem Areal zwischen Münsterstraße und Rather Straße haben einige Geschäfte eröffnet.

Auf die Frage der Lokalpolitiker, wie die Verwaltung künftig mit leerstehenden Lokalen umgehen will, hat diese unter anderem auf das im Mai dieses Jahres gegründete Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft verwiesen, das sich für eine "Zwischennutzung durch Kreativunternehmer" engagieren wolle: "Ein entsprechendes Konzept ist in Arbeit und wird nach Fertigstellung im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften präsentiert." Zudem gebe es neben den Werbegemeinschaften Immobilien- und Standortgemeinschaften, "die sich aktiv für die Nachnutzung von leerstehenden Flächen" einsetzen. Dass gerade diese Akteure für eine Wiederbelebung wichtig seien, beschreibt die Stadt auch im Rahmenplan für den Einzelhandel.

Quelle: RP
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