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Düsseldorf
Vier Jahre Gefängnis wegen Schlägen gegen Partnerin

Düsseldorf. Erst vor zehn Monaten war eine 44-Jährige aus der Haft entlassen worden - nun muss sie die nächste Strafe antreten. Das Landgericht verurteilte die Frau gestern zu vier Jahren Gefängnis, weil sie im April in einem Streit unter Alkoholeinfluss ihre Lebensgefährtin (35) fast totgeprügelt hatte. Das Gericht sah sie unter anderem der gefährlichen Körperverletzung und des Diebstahls für schuldig.

Die Angeklagte, die seit 1998 meist wegen Drogendelikten bereits 17 Vorstrafen angesammelt hat, kannte ihre Partnerin schon seit vielen Jahren aus gemeinsamen Gefängnisaufenthalten. Im Alltag des Paares sollen Alkohol- und Drogensucht die Hauptrollen gespielt haben, so auch am Tattag. Als gegen Mittag per Post ein Arge-Scheck über einen Betrag von 364 Euro für die Jüngere eintraf, soll der Streit wieder aufgeflammt sein. Die 34-Jährige soll diesen direkt in den Mund gesteckt, die ältere mit Gewalt versucht haben, diesen herauszuholen. Dabei soll die Angeklagte mit Fausthieben gegen Kopf und Körper losgeprügelt haben. Das Opfer erlitt eine so schwere Hirnschwellung, dass neben einer Notoperation die Öffnung der Schädeldecke erforderlich war.

Das Gericht bewertete zwar positiv, dass die Angeklagte die Taten eingeräumt hatte. Dagegen standen aber die Vorstrafen und der Hang zu Drogen, den die Frau nicht mit einer Therapie bekämpfen will. Das Gericht verzichtete mangels günstiger Prognose darauf, einen Teil der Strafe zur Bewährung auszusetzen.

(arl)
 
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