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Mode- und Einkaufsevent
"Vogue Fashion's Night Out" fällt aus

Mode- und Einkaufsevent: "Vogue Fashion's Night Out" fällt aus
Vogue Fashion's Night Out im Jahr 2016 bei Breuninger, hier bei einer Modenschau der Marke Hugo. Die Etagen waren voller Publikum. Jetzt wird an einer eigenen Modenacht gearbeitet. Die Händler führen Gespräche. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Die Kö-Anrainer prüfen zurzeit, ob sie mit den Händlern gemeinsam eine Ersatzveranstaltung auf die Beine stellen. Von Thorsten Breitkopf und Nicole Lange

Das Mode- und Einkaufsevent "Vogue Fashion's Night Out" rund um die Königsallee findet in diesem Jahr nicht mehr statt. Nach neun erfolgreichen Jahren sei die Veranstaltung nicht mehr geplant, das "global angelegte Eventkonzept" werde auch in anderen Ländern angepasst, sagte Condé-Nast-Sprecherin Ines Thomas - der Verlag war der Veranstalter der Modenacht. Thomas kündigte an, Vogue werde aber auch in Zukunft "mit Erlebniskonzepten und Shoppingevents" in Düsseldorf vertreten sein.

FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus, die sich stark für die Veranstaltung eingesetzt hatte, bestätigte, der städtische Zuschuss von 100.000 Euro für das Event sei in diesem Jahr nicht mehr bereitgestellt worden. Die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses wünscht sich, dass nun ein kreativer Ersatz gefunden wird: "Vielleicht schaffen es ja die Händler, etwas Neues auf die Beine zu stellen, das ebenfalls Lust auf Mode macht." Sie sieht den Wert des Events darin, dass er die Trends in die Stadt bringe, dass Menschen sie dort anschauen, sich inspirieren lassen. Das habe letztlich auch Einfluss auf die Bedeutung Düsseldorfs als Mode-Standort.

Zwar werde immer argumentiert, sagt Lehmhaus, dass die Branche in Berlin erst schaue und dann in Düsseldorf die Bestellungen schreibe: "Aber man kann das nicht komplett voneinander trennen, denn Mode ist auch etwas Emotionales." Überdies sei die Einkaufsnacht auch für die Königsallee ein gutes Zugpferd gewesen, die nicht mehr so hochmodisch daherkomme wie einst.

Auch Peter Wienen, Chef der IG Kö, also der Anrainer der Königsallee, bestätigt die Absage der Modeveranstaltung. Es lägen keine düsseldorf-spezifischen Gründe vor, da der Verlag ähnliche Veranstaltungen auch in anderen deutschen Großstädten abgesagt habe. Er bedauert die Entscheidung. "Für uns war es ein Erfolg, wer einmal da war, der weiß, die Stadt war voll", sagt Wienen. Seine Vermutung für die Absage: "Die Idee zur Vogue Fashion's Night Out war wohl ausgespült, die Kunden kamen zum Teil nur, um Giveaways mitzunehmen."

Jetzt arbeitet Wienen mit seinen Mitgliedsunternehmen daran, eventuell eine eigene Veranstaltung dieser Art auf die Beine zu stellen. "Das ist natürlich schwerer, als wenn man einen starken Namen wie Vogue in den Ring wirft. Aber wir führen diverse Gespräche", sagt Wienen. Ihm ist daran gelegen, einen Termin zu wählen, der ähnlich liegt wie der bisherige bei der Vogue Night. Ziel ist also eine Art Fashion Night ohne Vogue.Als langjähriger Partner der Vogue Fashion's Night Out in Düsseldorf und Berlin bedauert Peek & Cloppenburg das Ende der Veranstaltungsreihe. Das Modeunternehmen pflegt enge Beziehungen zum Condé-Nast-Verlag und würde sich an vergleichbaren Events gerne weiterhin beteiligen.

"Neuen Konzepten dieser Art steht P&C aufgeschlossen gegenüber, da sie ein tolles Shoppingerlebnis bieten und damit zur Stärkung des stationären Modehandels beitragen", teilte Peek & Cloppenburg auf Anfrage mit.

Eine Form von Unterstützung signalisiert mit Kaufhof auch einer der größten Einzelhändler an der Einkaufsmeile. "Wir sind zwar nicht mehr Mitglied der Interessengemeinschaft Kö, würden aber, wenn der Termin steht, eine eigene Fashion Night zur selben Zeit organisieren", sagt Geschäftsführer Lars Thiele.

Quelle: RP
 
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