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Düsseldorf
Volksverhetzung: Bewährungsstrafe für Hausfrau

Düsseldorf. Einer Haftstrafe wegen Volksverhetzung über Facebook ist eine Hausfrau beim Amtsgericht gestern nur ganz knapp entgangen. Der Staatsanwalt hatte für die vorbestrafte 37-Jährige fünf Monate Haft gefordert, weil sie im Internet gegen Juden und Moslems gehetzt und deren Tod gefordert hatte. Im Prozess beklagte sie noch, ihre blonden Kinder würden auf Spielplätzen gemobbt, ihr Freund bedroht und den Töchtern sei mit Vergewaltigung gedroht worden.

"Aus Hass und Wut" habe sie via Facebook die Ermordung der beiden Volksgruppen empfohlen. "Ich weiß, das war verkehrt", räumte sie ein und versicherte, sie sei "nicht rassistisch oder nationalistisch". Doch weil ihre Straftat "an Abscheulichkeit nicht zu überbieten" sei, verurteilte der Richter die Sozialhilfeempfängerin jetzt zu acht Monaten Haft auf Bewährung und je 500 Euro Buße an eine Organisation für muslimische Frauen sowie an die jüdische Gemeinde. Dabei betonte er mit warnendem Blick zur Angeklagten: "Kommt so etwas noch einmal vor, dann stecke ich Sie direkt ins Gefängnis!"

(wuk)
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