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Düsseldorf-Süd
Vom Wald direkt ins Wohnzimmer

Düsseldorf-Süd: Vom Wald direkt ins Wohnzimmer
Frederik (l.) und Lieve (beide 5) helfen Kita-Leiterin Heidi Reich beim Tannenbaum-Verkauf. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf-Süd. Der laufende Meter kostet im Schnitt 20 Euro. Die Nordmanntanne bleibt der Favorit bei den Käufern. Die meisten Händler liefern auch. Die beste Strategie gegen das Nadeln: Wässern so oft es geht. Von Monika Suski

In nicht einmal zwei Wochen ist Weihnachten und somit beginnt nicht nur allmählich die verzweifelte Suche nach den letzten, fehlenden Geschenken, sondern auch die nach dem perfekten Baum. Nicht zu groß, nicht zu klein, mit voller Nadelpracht. Und die sollte sich nach Möglichkeit nicht sofort in der ganzen Wohnung verteilen. Oder lieber doch die kleine krumme Tanne mit den lichten Stellen, die sonst niemand will? Egal, was für ein Baum gesucht wird, die Händler im Düsseldorfer Süden haben für jeden die passende Tanne parat.

So bleibt der Weihnachtsbaum lange frisch FOTO: Anne Peters

Jeden Tag von 9 bis 18 Uhr (sonntags ab 10 Uhr) bietet Forstverwalter Dankwart von Dörnberg auf seinem Gutshof neben dem Schloss Garath frisch geschlagene Weihnachtsbäume an. "Wir gehen jeden morgen, bevor der Verkauf losgeht, in den Garather Forst und schlagen die Bäume ganz frisch." Im Sortiment hat der Forstverwalter die Klassiker unter den Weihnachtsbäumen: Nordmanntanne, Blaufichte und Fichte. "Die Nordmanntanne ist bei uns am gefragtesten", sagt von Dörnberg. Berechnet werden die Bäume aus dem Garather Forst nach Metern und zusätzlich unterteilt in groß und klein. Eine kleine Nordmanntanne gibt es ab 18 Euro pro Meter und eine große ab 20 Euro. Bei der Blaufichte kostet der Meter bei kleinen Exemplaren 14 und bei großen 15 Euro. "Die Fichten, die hier bei uns wachsen, sind nicht ganz so schön und haben hier und da kahle Stellen", gesteht der Förster. Das macht sich auch im Preis bemerkbar. Eine Fichte bekommt der Kunde schon ab acht Euro pro Meter.

Die schönsten Weihnachtsbaum-Arten FOTO: Anne Peters

Bei der Gärtnerei Stoffels in Himmelgeist hat ebenfalls die Nordmanntanne die Nase vorn. Der laufende Meter kostet bei Bäumen um die 2,3 bis 2,5 Meter 25 Euro. Ebenfalls im Angebot hat Gärtnereibesitzer Karl-Josef Stoffels Nobilistanne und Blaufichte. "Die Nobilis nadelt nicht und würde sich bis Ostern halten", erklärt Stoffels. "Dafür ist ihr Wuchs manchmal etwas bizarr und sie ist nicht so füllig." Wer sich für eine Blaufichte entscheide, komme in den Genuss von Weihnachtsbaum-Duft in der Wohnung. "Dafür piken die Nadeln und fallen verstärkt ab." Stoffels Tipp, wie der Baum sich lange hält, ist simpel und einfach zu beherzigen: "Wässern, wässern, wässern. Manche Bäume nehmen rund einen Liter pro Tag auf." Außerdem solle der Baum so spät wie möglich drinnen aufgestellt werden. "Bei uns können die Kunden sich ihren Baum jetzt schon aussuchen und wir lagern ihn bis Weihnachten", sagt der Gärtnereibesitzer. Gegen einen kleinen Aufpreis von zwei bis sechs Euro liefern Stoffels und sein Team auch.

Die Weihnachtsbaum-Arten im Überblick FOTO: Busskamp

Wer seinen Weihnachtsbaum am kommenden Wochenende, 18. bis 20. Dezember, bei der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) in Wersten, Burscheider Straße 20, kauft, unterstützt gleichzeitig das geplante Sommerlager. "Mit insgesamt 80 Kindern soll es 2016 nach Dänemark gehen", sagt Lukas Kleffmann, Leiter der KJG. Die Weihnachtsbaum-Aktion findet bereits seit mehreren Jahren statt und findet großen Zuspruch, so dass das Sortiment erweitert wurde. "Inzwischen verkaufen wir Nordmanntannen, Nobilis, Blaufichten und auch Exoten wie die Korktannen." Gegen eine kleine Spende liefern die ehrenamtlichen Helfer die Tannen ebenfalls nach Hause und stellen sie auf.

Auch bei der evangelischen Kita an der Wiesdorfer Straße 13 wechselten die Bäume am vergangenen Wochenende für einen guten Zweck den Besitzer. "Der komplette Erlös kommt unserer Einrichtung und somit den Kindern zugute", sagt Heidi Reich, Einrichtungsleiterin, und freut sich über den großen Einsatz der Eltern.

Quelle: RP
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