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Düsseldorf
Vorerst keine Frischkur für den Drakeplatz

Düsseldorf. Die Grünfläche in der Mitte des Platzes wird zunächst nicht aufgewertet. Ein Hindernis ist der Bunker, der sich im Erdreich befindet. Von Heide-Ines Willner

Die Hoffnung, dass im Zuge der Straßenerneuerung auch die Grünzone des Drakeplatzes aufgewertet wird, ist erstmal dahin. Denn konkrete Pläne für eine gärtnerische Gestaltung gebe es nicht, und sie werden auch nicht erstellt, teilte die Verwaltung den linksrheinischen Bezirksvertretern während ihrer jüngsten Sitzung mit. Auch eine Sanierung sei nicht vorgesehen. Die Anregung der Bezirksvertreter, den Drakeplatz in den Grünordnungsplan aufzunehmen, sei aber aufgegriffen worden. Ein Zeitpunkt für die Umsetzung wurde nicht genannt.

Als Hindernis für eine sinnvolle Gestaltung wurde in der Vergangenheit immer der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg genannt, der sich unter der Flächenmitte befindet. Niemand fühlte sich für ihn verantwortlich. Markus Loh, Sprecher der Grünen-Fraktion hatte recherchiert und dabei entdeckt, dass die Stadt Düsseldorf Eigentümerin der unterirdischen Anlage ist. "Seit 1983 ist der Bunker im Besitz der Stadt", stellte Loh klar. Sie habe die Verantwortung und auch die Pflicht für die Verkehrssicherheit.

Damit ist das Rätsel über den vergessenen Ort gelöst, aber die Frage, was mit ihm geschehen soll, noch nicht beantwortet. Die einen wollen ihn schleifen, das hieße, ihn so weit abzutragen, dass oberirdisch nichts mehr zu sehen ist. Andere wollen die Aufbauten unter einem Grashügel verschwinden lassen. Die Idee, ihn als Fahrradkeller oder Kunstbunker zu nutzen, wurde in der Vergangenheit verworfen, weil niemand wusste, wem er gehört. Das nun der Besitzer ausfindig gemacht wurde, wird auch Georg Eiker, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV), freuen. Denn der VVV gehörte 2012 zu den Vereinen, die darüber nachdachten, wie das verwilderte Drakeplätzchen als Ort für alle Generationen wieder erlebbar gemacht werden könnte. "Es ist ein wichtiger Ort", mahnt Eiker. Schließlich habe sich Stadtplaner Josef Stübben Anfang des 20. Jahrhunderts beim Aufbau der Anlage einiges gedacht und interessante Sicht-Achsen geschaffen. Sie sollten nach historischem Vorbild wieder hergestellt werden.

Quelle: RP
 
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