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Serie Worauf Man Sich 2016 In Den Stadtbezirken Freuen Kann
Vorfreude auf die neue Benderstraße

Serie Worauf Man Sich 2016 In Den Stadtbezirken Freuen Kann: Vorfreude auf die neue Benderstraße
Blick in eine Wohnmodulanlage für Flüchtlinge an der Karlsbader Straße. Das Thema Wohnraum für Flüchtlinge bleibt aktuell. FOTO: hans-jürgen bauer
Düsseldorf. Die Neugestaltung der Einkaufsstraße soll im August abgeschlossen sein. Willkommensfeste für Flüchtlinge sind geplant. Die Weichenstellung für die Erschließung des Glasmacherviertels steht an, Bewohner werden aber wohl erst 2019 einziehen. Von Marc Ingel

Stadtbezirk 7 Bei einigen Themen, die im vergangenen Jahr die Debatten in Politik und Öffentlichkeit dominiert haben, sind 2016 echte Fortschritte zu erwarten.

Benderstraße Im August werden die Bauarbeiten auf der Benderstraße abgeschlossen sein. Was die Wehrhahnlinie für Düsseldorf in der Vergangenheit an Einschränkungen mit sich brachte, ist im Osten der Stadt im Kleinen vergleichbar mit dem Umbau der Gerresheimer Einkaufsstraße. Ob die Neugestaltung für die Einzelhändler vor Ort wirklich Vorteile zur Folge haben wird, darf bezweifelt werden (nur noch jeweils eine Fahrspur, kein kurzzeitiges Zweite-Reihe-Parken mehr möglich), mehr Aufenthaltsqualität wird es aber auf jeden Fall geben.

An der Benderstraße im Stadtteil Gerresheim ist auf Höhe der Von-Gahlen-Straße bereits die Einbahnstraßenregelung aufgehoben worden. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Doch letztlich werden auch die Geschäftsleute (zumindest die, die zwei Jahre durchgehalten haben) aufatmen, wenn die Baustelle vor ihren Ladentüren verschwunden ist. "Niemand darf zurückstehen, wenn die neue Benderstraße freigegeben wird. Die Gerresheimer werden ,ihre' Benderstraße annehmen. Ein Blick auf die bereits fertigen Bereiche zeigt, die Freigabe wird ein Grund zum Feiern sein", sagt daher auch Rainer Klöpper (CDU). "Ich kann bummeln auf breiten Bürgersteigen und dort neue Außengastronomie genießen, ich kann mit dem Fahrrad entspannter unterwegs sein und muss nicht ständig auf der Hut vor sich plötzlich öffnenden Autotüren sein", fasst Eva Mörger (Grüne) zusammen.

Flüchtlinge Auch im Stadtbezirk 7 wird das Thema Flüchtlinge nicht an Bedeutung verlieren. Mobile Unterkünfte an Karlsbader und Blanckertzstraße, Festbauten an Heye- und Manthenstraße, hinzu kommt die geplante Erstaufnahme des Landes auf dem Gebiet der Bergischen Kaserne, weitere Standorte (Benderstraße, Bongard) sind in der Diskussion. Es sind viele Menschen, die hier womöglich langfristig integriert werden müssen. Das bereitet Bezirksbürgermeister Karsten Kunert jedoch keine Sorgen: "Es werden Willkommensfeste mit unseren neuen Nachbarn stattfinden, die ersten Verständigungsbarrieren werden ausgeräumt sein. Vielleicht wird auch ein Fest der Kulturen im Gerresheimer Zentrum gefeiert", sagt er.

Glasmacherviertel Sönke Willms-Heyng (FDP) hofft auf "erkennbare Fortschritte bei Planung und Entwicklung des Glasmacherviertels" ebenso wie auf eine "breite Unterstützung bei der Debatte um die Industriebrachflächen des Glashüttengeländes westlich der Düssel und des ,Lagers 61'". Doch die Erschließung des neuen Wohnviertels mit bis zu 1400 Wohneinheiten - die ersten Neubürger werden kaum vor 2019 einziehen - birgt nach wie vor Konfliktpotenzial: "Der von Erkrath kommende Verkehr sollte über die Morper Straße in Richtung Torfbruchstraße betrachtet werden. Die Morper Straße würde mit ihrem starken Verkehr auf Dauer eine Verkehrsbarriere zwischen dem Glasmacherviertel und dem alten Teil Gerresheims um den Bunker herum bilden. Das darf nicht sein", kritisiert Klöpper. Er hat aber auch eine Lösung parat: "Die Umleitung des Verkehrs über die Straße Am Brühl und entlang des Gerresheimer Bahnhofs in Richtung Torfbruchstraße."

Quelle: RP
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