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Düsseldorf
Vorwurf des Antisemitismus gegen Vermieter

Düsseldorf. Für einen beklemmenden Moment bei der Eröffnung des Paul-Spiegel-Filmfestivals sorgte gestern in der Black-Box der Bericht einer von auswärts angereisten Mitarbeiterin der fünftägigen Kulturveranstaltung. Bei der Vorstellung des Eröffnungsfilms berichtete die Frau, einer der von ihr kontaktierten Düsseldorfer Privatvermieter habe ihr am Telefon gesagt: "An Juden vermiete ich nicht." Betroffenheit und auch Empörung löste das bei den Festival-Gästen aus.

"Ich konnte dem anschließend gezeigten Film kaum noch folgen, so schockiert war ich", sagte Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke. Dass es Antisemitismus gebe und dieser wieder erstarke, sei ihr klar gewesen, meinte Zepuntke. Trotzdem empfinde sie es in einer so internationalen und offenen Stadt wie Düsseldorf als "gruselig". Die Stadtspitze wolle nun versuchen, den Anrufer zu ermitteln und ihn zur Rede stellen.

(jj)
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