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Düsseldorf
Waldorfschüler zeigen das Stück "Die Welle"

Düsseldorf. Jungen und Mädchen der Klasse 12 a der Rudolf-Steiner-Schule in Gerresheim haben ihre Interpretation des Theaterstücks "Die Welle" von Reinhold Tritt im Saalbau der Schule auf die Bühne gebracht. In dem Stück geht es um ein Experiment des Geschichtslehrers Ben Ross mit seinen Schülern zu der Frage, wie sich Massen manipulieren lassen. "Die Welle" zeigt, wie autoritäre und totalitäre Strukturen Menschen verändern. Die Methoden: Disziplin einüben, Fokussierung auf die Autorität des Anführers, Einschwören auf ein unbedingtes Gemeinschaftsgefühl mit dem dazugehörigen Gruß. Am Ende steht ein hierarchisches System mit Überwachungsmechanismen.

Anders als in den Jahrgangsstufen 8 und 10 probten die Waldorfschüler der 12. Klasse nach Schulschluss und übernahmen nicht nur die Auswahl des Stückes, sondern auch Rollenverteilung, Inszenierung, Regie und Aufführung in alleiniger Verantwortung. Dazu gehörte die Koordination der Proben- und der Aufführungstermine im Saal, die Organisation von Requisite, Bühnenbild, und Maske. Alles Bereiche, die früher von Eltern und Lehrern übernommen wurden. "All dies erfordert Motivation und Zuverlässigkeit und sorgt einerseits zwar für Stress, andererseits stärkt es aber den Zusammenhalt der Klasse. Eine große Herausforderung, aber letztlich waren alle stolz, eine so selbstständig erarbeitete Aufführung präsentieren zu können", sagt Lehrerin Andrea Vogelsang.

(jj)
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