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Düsseldorf
Warmwasser in Garath floss früher als geplant

Düsseldorf: Warmwasser in Garath floss früher als geplant
Thoralf Schuldt kühlt nach dem Tennismatch seine Partnerin Susanne Eger ab. Die Benratherin will erst zu Hause duschen. FOTO: andreas Endermann
Düsseldorf. Wegen der Umbauarbeiten am alten Heizwerk sollte es in Teilen Garaths bis Sonntagabend kein warmes Wasser geben. Doch bereits Samstagnachmittag konnten alle Anwohner wieder heiß duschen. Von Marie Dawin

Eine eiskalte Überraschung erlebte Hans-Peter Wierig am Wochenende. Denn als der Garather unter die Dusche stieg, floss aus ihr nur kaltes Wasser. Grund für diesen Zustand war die Außerbetriebnahme des alten Heizwerks an der Wilhelm-Kreis-Straße. Für Arbeiten sollte das Warmwasser in den betroffenen Bereichen von Freitag 14 Uhr, bis Sonntag, 23 Uhr, abgestellt werden. Jedoch erfolgte die Maßnahme, in einigen Teilen, früher als geplant.

Doch das kühle Nass am Morgen war für Hans-Peter Wierig nicht das Problem. Er sei über die Arbeiten nicht informiert worden. "Ich bin verärgert. Es ist doch wichtig, allen Bewohnern Bescheid zu geben", sagt er. Dass einige Anwohner keine Mitteilung der Stadtwerke bekommen haben, begründet deren Sprecher Michael Pützhofen damit, dass in einigen Randbereichen nicht klar gewesen war, ob sie von der Störung betroffen sein würden oder nicht.

Es gab auch gute Neuigkeiten. Nicht zuletzt durch den früheren Start hatten alle Bewohner bereits Samstag wieder Warmwasser. Friseur Markus Pogoschefski wusch die Haare seiner Kunden, dank einer mobilen Heizzentrale, dem Hotmobil, wieder mit warmem Wasser.

Auch Anwohnerin Henja Pougin war erleichtert über den schnellen Ablauf, obwohl sie ihr geplantes Putzwochenende schon auf den Freitagmorgen gelegt hatte. Sie kritisierte die ungenauen Informationen der Stadtwerke: "Hätte man die Leute vorher besser informiert, wäre auch alles halb so wild gewesen. Gerade viele ältere Leute haben von dem Vorhaben nichts mitbekommen."

Oliver Strohfeldt vom Garather SV sah die Situation hingegen gelassen: "Ich war einfach kalt duschen. Bei den Temperaturen ist das in Ordnung. Im Winter wäre das natürlich etwas anderes gewesen." Die Tennisspieler des GSV nahmen es nach einem harten Match und völlig verschwitzt gelassen. Mario Cortes: "Nachdem ich mich beim Training leicht am Meniskus verletzt habe, war kaltes Wasser sowieso nicht das Schlechteste." Platzwart Karl-Heinz Dahms war der Auffassung: "Die Sportler müssen da jetzt durch. Unseren Plätzen ist das egal. Die sind kaltes Wasser gewohnt", sagt er augenzwinkernd. Auf dem Gelände des Garather SV kam aber schon früh wieder warmes Wasser aus den Duschen. Viele Sportler nutzten es nicht mehr, weil sie - wie die Benratherin Susanne Eger - zu Hause duschten.

Ein Team aus 25 Arbeitern hat rund um die Uhr gearbeitet. "Wir waren schneller, als wir gedacht haben", sagt Projektleiter Jürgen Schneider. Es habe alles super funktioniert. "Wir wollten die Anwohner nicht lange im Kalten lassen", ergänzte er und war froh, dass nach den ersten, aufwendigen Arbeiten sowohl Garath als auch Benrath mit mobilen Heizzentralen versorgt werden konnten. Denn die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Schneider rechnet mit weiteren vier Wochen, "allerdings werden die Verbraucher davon nichts mehr mitbekommen".

Quelle: RP
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