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Serie Die Kleinen Forscher
Warum Luft mehr als nichts ist

Serie Die Kleinen Forscher: Warum Luft mehr als nichts ist
Florian (l.) und Tom beim Gummibärchen-Experiment FOTO: H.-J. Bauer
Düsseldorf. Kinder experimentieren im Umweltinformationszentrum. Von Paul Nachtwey

Mit zwei Gummibärchen in der Hand steht Karin Weizenhöfer vor Tom und seinen Freunden. "Die Gummibärchen", erzählt sie, "möchten den kleinen Schatz auf dem Grund der mit Wasser gefüllten Schüssel sehen, ohne nass zu werden." Gemeinsam mit der Wissenschaftlerin entwickeln die Kinder schnell einen Plan: Sie setzen die Gummibärchen in eine kleine Schale und nutzen ein Glas als Taucherglocke. "Es ist alles trocken geblieben!", stellt Tom verwundert fest, als er das Gummibärchen danach auf Wassertropfen kontrolliert. Das möchten die anderen jungen Entdecker auch gleich überprüfen.

Die Kinder sind an diesem Tag in das Umweltinformationszentrum (UIZ) an der Rheinpromenade gekommen, um über Luft zu forschen. "Luft ist eines der grundlegenden Themen. Die Kinder sind sich gar nicht bewusst, dass um sie herum nicht einfach nichts ist, sondern Luft", erklärt Weizenhöfer.

Sie lässt die Kinder selbstständig Ideen entwickeln und ausprobieren. Das Ferienprogramm im "Haus der kleinen Forscher" ist ganz auf das Mitmachen ausgerichtet. Alle Kinder können die Experimente, die die Referentin vorne zeigt, an ihrem Platz wiederholen. Tom schaut an seinem Tisch noch einmal genauer hin und lässt die Gummibärchen für eine längere Zeit untertauchen: "Ich möchte schauen, ob die beiden trotzdem trocken bleiben", erklärt er, während er alles genau beobachtet. "Die Arbeit mit Kindern macht unglaublich viel Spaß", sagt Weizenhöfer. Die Begeisterung und Neugier, die Kinder an den Tag legen, seien einzigartig, meint sie.

Die Kinder beobachten, wie die Luft aus dem Glas blubbert, wenn man es unter Wasser umdreht und erleben, dass sich Luft ausdehnt, wenn sie erhitzt wird. "Ich habe die Öffnung der Glasflasche in Seifenlauge getunkt und dann die Flasche in heißes Wasser gehalten", erzählt Moritz, der schon zum zweiten Mal im UIZ dabei ist. "Die Seifenblase ist immer höher gestiegen, weil die Luft in der Flasche wärmer geworden ist", erklärt er.

Nach zwei Stunden haben die Besucher eine Menge zum Thema Luft gelernt. Nur Tom wundert sich ein wenig: "Wäre ich das eine Gummibärchen gewesen, hätte ich den Schatz mit nach oben genommen!"

Quelle: RP
 
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