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Verkaufsoffener Sonntag
Was bei den Drupa-Gästen in den Koffer kommt

Verkaufsoffener Sonntag: Was bei den Drupa-Gästen in den Koffer kommt
Sarra Bannouri aus Tunesien will sich eindecken mit Schuhen, Make-up und Parfüm FOTO: andreas endermann
Düsseldorf. Wenn Tang Shao Qiang am Ende der Woche wieder zurückfliegt in die chinesische Provinz Chingdao, muss er sich im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Drupa-Besuchern um eine Sache keine Sorge machen: dass er in seinem Koffer keinen Platz für die vielen Einkäufe in Düsseldorf findet.

Der Chinese hat beim verkaufsoffenen Sonntag zwar kein Schnäppchen gemacht. Doch das sei auch gar nicht sein Ziel gewesen. Stolz rollte er am Sonntagnachmittag seinen silberfarbenen Koffer aus Polycarbonat made in Germany (wenn auch in Köln) über die Königsallee. Da sage mal einer, dass Chinesen deutsche Marken und Produkte nur kopieren würden.

Tausende Besucher der internationalen Drupa-Messe, die am 10. Juni endet und schon mehr als 100.000 Besucher verzeichnet, waren gestern beim verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt unterwegs und viele von ihnen wie Tang Shao Qiang auch sehr zielstrebig. Sarra Bannouri aus Tunesien trug bei ihrer Shopping-Tour gestern Nachmittag auf der Luxusmeile zwar noch keine Einkaufstüten. Das werde sich aber in den nächsten Tagen noch ändern, versicherte die Tunesierin. Denn sie sei mit einer langen Einkaufsliste aus ihrer Heimat angereist: Schuhe, Parfüms und legere Kleidung. Bei den vielen Einkaufsstraßen in der Innenstadt wie Königsallee, Schadow- und Flingerstraße sowie den Schadow Arkaden habe sie sich gestern aber erst mal orientieren müssen. "Ich bin zum ersten Mal in Düsseldorf, und es gibt hier so viele schicke Geschäfte", sagt Sarra Bannouri.

Eher wenig Sightseeing, dafür viel Shopping: So sei das bei vielen Besuchern der Drucker-Messe, meint Tang Shao Qiang. Bei vielen würden Parfüms, Schuhe, Designer-Bekleidung und - gerade bei den chinesischen Besuchern - Pulver für Babymilch am Ende im Koffer landen. Viele Besorgungen seien auch gar nicht für den Käufer selbst, sagt Tang Shao Qiang. So hat der Chinese für seine Frau zum Beispiel gestern in einer Parfümerie hochwertige Kosmetik-Produkte gekauft. Die stehen auch auf der Einkaufs- und Mitbringsel-Liste von Sarra Bannouri aus Tunesien. Zeit hat sie dafür noch bis Freitag.

(semi)
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