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Düsseldorf
Was der Weihnachtsmarkt an Neuem bringt

Düsseldorfer Weihnachtsmärkte haben geöffnet
Düsseldorfer Weihnachtsmärkte haben geöffnet FOTO: Bernd Schaller
Düsseldorf. Der Markt am Kö-Bogen mit der Eisbahn bleibt manchen verborgen. Es gibt einige neue Stände mit handgefertigten Produkten. Von Sonja Schmitz

So ein Standortwechsel ist immer mit Ungewissheit verbunden. Das bekommen in diesem Jahr diejenigen Budenbesitzer des Weihnachtsmarkts zu spüren, die vom Gustaf-Gründgens-Platz an den Kö-Bogen zwischen der Rückseite von Breuninger und der Baustelle gezogen sind. Es ist zwar erst der zweite Tag, doch einigen Händlern ist schon bang. "Au weia, der Tag gestern war ganz schlecht", sagt Yamuna Röhrig, die bunte Weihnachtslichter verkauft und sich mit den Kollegen über das Thema ausgetauscht hat. "Wenn man nicht zur Eisbahn will, findet man doch kaum hier hin", befürchtet sie.

Allerdings sind auch das Kinderkarussell und das Kinderaktionszelt mit umgezogen. Und die Liebhaber von Flammlachs sollten ebenfalls den Weg zum Kö-Bogen mit Blick auf die Landskrone finden. Vielleicht spricht sich also der neue Standort im Laufe der nächsten Tage noch herum. Wenn auch viele Besucher es schätzen, dass der Weihnachtsmarkt noch so ist, wie sie ihn von früher kennen, so macht es doch jedes Jahr Spaß, einige neue Anbieter zu entdecken.

Weihnachtsmärkte in Düsseldorf offiziell eröffnet

Zum Beispiel auf dem Engelchenmarkt. Überquert man die Heinrich-Heine-Allee, dann steht man gleich vor einem neuen Stand mit Holzspielzeug. Dort hängen unzählige bunte Hüpftiere an Federn und schwingen auf und ab. Freundliche Drachen, Löwen, Elefanten, Pferde genauso wie Marienkäfer. Aber nicht nur für Kinder bietet der Hersteller aus der Eifel Spielzeug an. Als Partymitbrinsel für wie auch immer geartete Spieleabende gibt es die unterschiedlichsten dicken Würfel. Zum Beispiel für das Thema Haushalt. Wer staubsaugt, bügelt, die Wäsche macht oder ausruht, entscheidet der Würfel.

Auf dem beliebten Markt am Stadtbrückchen gibt es gleich zwei neue Stände. Am Stand der österreichischen Firma Gipfelrausch kauft eine junge Engländerin gerade einen pinkfarbenen Trachtenhut. Beliebt sind aber auch die hübschen Schlafkissen mit Füllungen aus Schafswolle und Zirbelholzspänen. Die ätherischen Öle des Holzes sollen für ruhigen Schlaf sorgen. Ebenfalls neu am Stadtbrückchen ist ein Stand mit einer großen Auswahl von bunten Filzhausschuhen aus Nepal. Besonders gefragt bei Frauen soll ein Modell sein, das wie eine Erdbeere aussieht. Bei Kindern kommen Tiger-, Löwen- und Krokodilschuhe gut an.

Fotos: Das sind die Düsseldorfer Weihnachtsmärkte FOTO: Endermann, Andreas

Zwei weitere neue oder fast neue Stände mit handgefertigten Produkten sind auf dem Markt vor dem Rathaus zu finden. Mit ihrer Schreibmanufaktur "Feder & Tinte" ist Ulrike Freier nun das zweite Mal in Düsseldorf vertreten. Die gelernte Kalligraphin aus Korschenbroich verfügt über ein Repertoire von mehr als 100 Schriften. Wer stilvolle Einladungskarten oder andere Schriftstücke wünscht, kann sie bei ihr in Auftrag geben. Diejenigen, die gerne selbst zu Feder und Tinte greifen, können am Stand für die ausgefallene Gestaltung eines Briefs die unterschiedlichsten Werkzeuge und Materialien auswählen. So gibt es Tinten mit Duftnoten von Veilchen, Erdbeere, Schokolade oder Lavendel. Mit Lacken für ein Siegel zum Abschluss hebt man sich sehr markant von der immateriellen elektronischen Nachricht ab.

Neben der Drechslerwerkstatt auf dem Marktplatz kann man sich einen Überblick über die Vielfalt von Naturbürsten verschaffen. Für jeden Säuberungszweck gibt es dort die passende Bürste. Zum Beispiel für den in Mode gekommenen Bart. Oder eine kleine schwarze Kratzbürste am langen Stiel. Oder einen Wiener Wandbesen für die Staubweben an der Decke. Die teuerste Bürste kostet übrigens 142 Euro und ist aus ungeschnittenen Borsten von Wildschweinen aus Kalkutta.

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Quelle: RP
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