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Düsseldorf
Was nach Ela im Stadtbezirk 1 geplant ist

Düsseldorf. Die Aufräumarbeiten nach dem Pfingststurm im vergangenen Jahr sind abgeschlossen, erste Nachpflanzungen haben bereits stattgefunden. Jetzt beginnt die neue Pflanzsaison, und gerade im Innenstadtbereich soll viel passieren. Von Marc Ingel

Knapp 2,852 Millionen Euro haben die Düsseldorfer nach Pfingststurm Ela für neue Bäume - inklusive der Verdopplung der Privatspenden durch das Land Ende vergangenen Jahres - gespendet. Und auch wenn diese Großzügigkeit inzwischen etwas nachgelassen hat, ist Silke Thyssen vom Grünflächenamt zuversichtlich, dass die Drei-Millionen-Grenze bald geknackt wird. Vor dem Hintergrund, dass die Stadt insgesamt mindestens noch einmal 25 Millionen Euro benötigt, um sämtliche Schäden, die Ela angerichtet hat, zu beseitigen, wäre das sicherlich ein gutes Zeichen.

Doch eins nach dem anderen. Zunächst einmal gilt es, die anstehende Pflanzperiode ab dem Herbst anzugehen, nachdem die Aufräumarbeiten weitgehend abgeschlossen sind und auch viele Nachpflanzungen bereits stattgefunden haben. Der Stadtbezirk 1 mit seinen vielen Parks und öffentlichen Grünflächen wird davon besonders profitieren. Besonders im Blickfeld des Interesses stehen dabei die großen denkmalgeschützten Parks von Hofgarten bis Rheinpark. In der Sitzung der Bezirksvertretung 1 stellte Gartendenkmalexperte Tobias Lauterbach im Detail vor, wo was passieren soll.

Hofgarten Das in Auftrag gegebene Parkpflegewerk ist in Arbeit und soll im April 2016 fertig sein. In der anstehenden Pflanzsaison sollen für mehr als eine halbe Million Euro Arbeiten durchgeführt werden. Das Geld stammt ausschließlich aus Spenden. Erst wenn das Parkpflegewerk vorliegt, soll die weitere Planung vertieft werden. Aktuell liegt der Fokus auf dem Norden des Hofgartens (Inselstraße/Oederallee). Ziel sei es, so Lauterbach, "stabile Pflanzengesellschaften" anzusiedeln. Dazu zählten auch bis zu zehn Meter hohe, mehrreihige, höhenabgestufte und durchlässige Schutzhecken, um turbulente Böen auf der dem Wind abgewandten Seite zu verhindern - eine Lehre, die man aus Ela gezogen habe. Rheinpark 40 Prozent des Baumbestandes ging durch Ela verloren. In der zurückliegenden Pflanzsaison wurden bisher nur zwölf neue Bäume gepflanzt, jetzt sollen 74 weitere mit einem Stammumfang von bis zu 35 Zentimeter hinzukommen. Rheingärtchen 104.000 Euro werden investiert, 20.000 Euro resultieren aus Spenden. Vor allem an der Rheinseite sind viele Bäume dem Pfingststurm zum Opfer gefallen. Sieben neue Amberbäume und Linden sowie fünf Beete sollen jetzt gepflanzt werden, auch der Zaun werde repariert, verspricht Lauterbach.

Speescher Graben 26.000 Euro, 20.000 aus Spenden, werden verbuddelt. Eine Konzeption, die sich an dem vorhandenen Parkpflegewerk orientiert, ist in Auftrag gegeben, aber noch nicht fertig. Sieben neue Bäume sind vorgesehen, vor allem entlang der Parkstraße. Platanen werde nicht mehr darunter sein, stattdessen dürften Eichen die Favoriten sein. Golzheimer Friedhof Für Planung und Bau stehen 87.000 Euro zur Verfügung. Eine Restaurateur soll die beschädigten Grabmäler begutachten, die Angebotsprüfung läuft. 49 Bäume werden in die Erde gesetzt, vor allem Linden. Noch im Oktober soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Quelle: RP
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