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Düsseldorf
Weisser Ring verabschiedet Düsseldorfer Leiterin

Düsseldorf. Rund 400 Hilfsgesuche von Kriminalitätsopfern bearbeiten die 17 Mitarbeiter des bundesweit agierenden Vereins "Weisser Ring" jährlich allein in der Stadt Düsseldorf, 15.000 Euro Soforthilfe wurden dabei im vergangenen Jahr für die Wahrung von Opferschutzrechten und für die Überbrückung von Notlagen ausgegeben. "Die materielle Hilfe macht allerdings nur einen verschwindend geringen Teil unserer Arbeit aus", sagt Marianne Lessing-Blum. Ebenso wichtig sei der menschliche Beistand und die persönliche Betreuung von Menschen, die Opfer von Kriminalität werden, so die Juristin.

Nach mehr als sieben Jahren als Außenstellenleiterin des Weissen Rings in Düsseldorf wurde Lessing-Blum nun bei einer Feierstunde im Landeskriminalamt verabschiedet. Parallel zu der Verabschiedung der langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiterin feierte der Verein auch sein 40-jähriges Bestehen.

Mit seinen rund 3200 ehrenamtlichen Mitgliedern leistet der Verein auch Unterstützung bei frei wählbaren anwaltlichen und psychotraumatischen Erstberatungen, bietet eine dauerhaft geschaltete Notrufnummer, übernimmt Anwaltskosten zur Wahrung von Opferschutzrechten und leistet Arbeit zur Vorbeugung von Kriminalität.

Großen Wert legte Lessing-Blum in ihrer Amtszeit stets auf die Vernetzung. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt baute sie weiter aus. Unterstützung erhielt sie dabei von Wolfgang Gatzke, dem ehemaligen Direktor des LKA. "Durch meinen Beruf erhielt ich tiefe Einblicke in die Situation von Kriminalitätsopfern und weiß, wie wichtig dieses Engagement für die Menschen ist", sagt Gatzke, der selbst seit 17 Jahren Mitglied des Vereins ist.

(sdr)
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