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Düsseldorf
Weit mehr als 200 Paketzusteller in der Stadt

Düsseldorf. Die Fahrzeuge unterschiedlicher Paketdienste sind auf den Straßen unterwegs. Dabei kommt es auch zu Verkehrsbehinderungen. Von Beate Werthschulte

Rund 140 Paketzusteller von DHL, dem Paketdienst der Deutschen Post, und ungefähr 60 von DPD sind täglich auf Düsseldorfs Straßen unterwegs. In der Weihnachtszeit sind es deutlich mehr, DHL spricht von 200. Daneben liefern jede Menge weitere Dienste Pakete aus, wie beispielsweise UPS, DPD oder Hermes. Kein Wunder also, dass während der Stoßzeiten fast immer in irgendeiner Straße in der Innenstadt das Auto eines Zustellers in zweiter Reihe steht und den Verkehr behindert.

"Nur in Ausnahmefällen" passiere das, sagt DHL-Sprecher Rainer Ernzer. "Die Fahrer müssen sich selbstverständlich an die Verkehrsregeln halten und sollen ihre Fahrzeuge möglichst auf Parkplätzen oder in Parkbuchten abstellen." Allerdings könne sich, wenn alle Parkplätze in der Nähe eines Kunden belegt seien, kein Fahrer zwei bis drei Straßen weiter einen Parkplatz suchen und die Pakete dann von dort per Sackkarre ausliefern. "Passiert dies bei jedem zweiten oder dritten Stopp, ist der Zeitplan nicht mehr einzuhalten", sagt Ernzer und bittet um Verständnis dafür.

Und wie kann es nun sein, dass manchmal gleich drei DHL-Fahrzeuge zur gleichen Zeit auf derselben Straße unterwegs sind? "Nur in Ausnahmefällen", sagt Ernzer wieder. Im Normalfall bediene ein Fahrer eine Straße, aber besonders lange Straßen seien auch schon mal in zwei Bezirke aufgeteilt. Liefere dann auch noch gleichzeitig ein DHL-Express Fahrer, dessen Auto einem "normalen" DHL-Fahrzeug zum Verwechseln ähnlich sieht, seine Sendungen aus, könne es zu solch einer kuriosen Situation kommen.

Auch Peter Rey, Sprecher von DPD, möchte um Verständnis für mögliche von einem DPD-Fahrzeug verursachte Verkehrsbehinderungen werben, denn schließlich seien Paketdienste für die Versorgung von Innenstädten unverzichtbar. "Unsere Zusteller in Düsseldorf bekommen vom zuständigen Depot in Duisburg klare Anweisungen in Bezug auf das Abstellen der Fahrzeuge. So ist ein verkehrsbehinderndes Parken wie beispielsweise auf den Straßenbahnschienen nicht gestattet. Auch ein Parken in zweiter Reihe soll "nach Möglichkeit vermieden werden", sagt er. Zudem seien alle DPD-Zusteller mit einer Sackkarre unterwegs, um mehrere Zustelladressen fußläufig bedienen zu können.

Das Ordnungsamt kennt das Problem. Dass die Fahrer der Paketdienste in der Regel unter großem Zeitdruck stehen, Waren pünktlich ausliefern müssen, oftmals keinen Parkplatz für ihre großen Fahrzeuge finden und sich somit in einer schwierigen Situation befinden, wissen die Mitarbeiter des Ordnungsamts. Deshalb, so Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann, sei hier in erhöhtem Maß Fingerspitzengefühl gefragt. Stehe beispielsweise ein solches Fahrzeug in einer Seitenstraße in der zweiten Reihe und könne mit wenig Aufwand umfahren werden, sei das zwar unzulässig, könne aber toleriert werden. Anders ist es in den Hauptstraßen. Dort, so Zimmermann, sei die Verkehrssituation aufgrund der vielen Baustellen oftmals ohnehin schon problematisch. Parken dort also Fahrzeuge der Paketzusteller in zweiter Reihe, sei es Aufgabe der Roller-Staffel, dafür zu sorgen, dass sie weiterfahren. "Steht ein Fahrzeug länger verlassen in zweiter Reihe, weil der Fahrer Pakete ausliefert, und stellt eine gravierende Verkehrsbehinderung dar, ist ein Knöllchen fällig", sagt Zimmermann. Dann warten die Ordnungsamtsmitarbeiter auch schon mal auf den Fahrer und ermahnen ihn zusätzlich.

Quelle: RP
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