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Elbsee
Wellness-Center muss Naturschutz beachten

Düsseldorf. Das geplante Wellness-Center am Elbsee kann von der Schönheit der Landschaft profitieren und einen Steg etwa 50 Meter weit in den See bauen.

Die Bedenken der Naturschützer, durch diese Anlage könnten die seltenen Vögel auf dem See verschreckt und vertrieben werden, werden bei der Genehmigung der Anlage berücksichtigt. Das sieht ein Kompromiss vor, der von einem Arbeitskreis des Landschaftsbeirates mit den Investoren ausgehandelt wurde. Er wird nun im Detail ausgearbeitet und dann den zuständigen Fachausschüssen des Rates zur Beschlussfassung vorgelegt. Sobald die Genehmigungen erteilt worden seien, könne mit dem Bau der Wellness-Oase begonnen werden.

Das Kernstück des Kompromisses: Wenn der Elbsee zufriert und die scheuen Wasservögel kaum noch Rückzugsmöglichkeiten haben, dann wird der Steg geschlossen. Auf seinen vier Plattformen, die vier Pavillons tragen, dürfen sich dann keine Besucher aufhalten, weil ihre menschlichen Silhouetten für die Tiere bedrohlich wirken. Stephan Theune, der das Wellness-Center betreiben wird, sicherte zu, dass entsprechende Auflagen berücksichtigt werden. Zudem wird die Lichtanlage für die Pavillons so installiert, dass auf die Wasserfläche kein grelles Licht fällt, damit die Wasservögel nicht gestört werden und in der nächtlichen Dunkelheit ihre Ruhe finden können.

Ob die Vorsichtsmaßnahmen ausreichen, soll ein Jahr lang beobachtet werden. Diese Vereinbarung ist für die Umweltschützer wichtig, weil bei eventuellen Schwierigkeiten die Auflagen verschärft und andere Lösungen gesucht werden können. Auch wenn es verständlich sei, dass Erholungssuchende die Schönheit der Landschaft genießen wollen, müsse der Naturschutz am Elbsee Vorrang haben, weil er ein wichtiges Rückzugsrevier für seltene Tiere sei.

(RP/jco)
 
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