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Düsseldorf
Weniger Einbrüche, dafür mehr Unfallfluchten

Düsseldorf. Mit insgesamt 4016 Kriminalitätsdelikten gab es im letzten Jahr erneut einen leichten Rückgang der bei der Polizei gemeldeten Fälle im Stadtbezirk 6 gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt der Bezirk im stadtweiten Trend. Das teilte nun die Polizei in der Bezirksvertretung 6 mit. "Wir gehen davon aus, dass sich dieser positive Trend auch 2017 fortsetzen wird", sagt Polizeidirektorin Irmgard Baumhus. Von Julia Brabeck

Einen deutlichen Anstieg von 15 auf 34 Fälle gab es im Bereich Raubüberfälle auf offener Straße. Das lag an den so genannten Halsketten-Überfällen, bei denen besonders älteren Frauen im Düsseldorfer Norden die Schmuckstücke brutal vom Hals gerissen wurden. Nachdem die Serie plötzlich im Oktober aufhörte, wurden in den letzten Wochen erneut mehrere dieser Delikte gemeldet. Die Sonderkommission "Band" hat deshalb wieder ihre Arbeit aufgenommen. "Mehrere Kollegen arbeiten an diesen Fällen, und wir hoffen, dass wir diesmal einen Täter ermitteln können", sagt Baumhus.

Einen starken Anstieg von 401 auf 600 Delikte gab es im Bereich Diebstahl aus Kraftfahrzeugen. Besonders betroffen ist davon Unterrath. "Organisierte Banden, häufig aus Litauen, fallen regelrecht ein und haben die Parkflächen rund um den Flughafen im Visier. Sie haben es auf Navis und Airbags abgesehen und verschwinden in der gleichen Nacht", so die Polizistin. Der Diebstahl von Fahrrädern ist hingegen rückläufig. "Allerdings werden immer mehr hochwertige Fahrräder entwendet."

Weiterhin stark rückläufig ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. 192 Fälle wurden der Polizei 2016 gemeldet - ein Jahr zuvor waren es noch 292. "49 Prozent aller Wohnungseinbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken. Die Bürger können und müssen sich also auch selber schützen und ihre Wohnungen sichern", sagt Baumhus. Die Menschen seien aber auch viel aufmerksamer geworden und würden sich weniger scheuen, verdächtige Beobachtungen der Polizei sofort zu melden.

Die Verkehrsunfall-Entwicklung im Stadtbezirk 6 zeigt einen leicht negativen Trend. Es wurden 759 Unfälle, Unfälle mit Bagatellschäden nicht mitgerechnet, von der Polizei registriert. Zugenommen hat im letzten Jahr die Zahl der Unfälle mit Unfallfluchten. 554 dieser Delikte wurden der Polizei gemeldet. Dabei gehen die Fahrer ein hohes Risiko ein. Denn Unfallfluchten sind die Delikte mit der höchsten Aufklärungsquote (rund 60 Prozent).

Quelle: RP
 
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