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Düsseldorf
Weniger Stellplätze bei kleinen Wohnungen geplant

Düsseldorf. Oberbürgermeister Thomas Geisel strebt eine Neuregelung des umstrittenen Stellplatzschlüssels bei Neubauten an. Demnach soll die Zahl der vorgeschriebenen Parkplätze künftig von der Wohnungsgröße, der Nutzungsart der Immobilie, beispielsweise Senioren- oder Studentenwohnungen, Sozialer Wohnungsbau und der Qualität vorhandener Angebote des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) abhängen. Dies war bislang in Düsseldorf nicht der Fall, da häufig auf die pauschalen Richtzahlen der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zurückgegriffen werden musste. Diese Regelung sah grundsätzlich für jede neue Wohneinheit einen Stellplatz vor. Von Thorsten Breitkopf

Die neue Richtlinie sieht nun zum Beispiel für Wohnungen bis 40 Quadratmeter bei sehr gutem ÖPNV-Anschluss nur noch einen Stellplatz für drei Wohneinheiten vor. Die räumliche Abgrenzung der Stadtteile und Gebiete mit sehr guten und guten Nahverkehr auf der Grundlage des Düsseldorfer Verkehrsmodells sei in Zusammenarbeit mit der Rheinbahn erfolgt. Sollten Investoren dies wünschen, können sie natürlich, sofern dies städtebaulich und verkehrlich vertretbar ist, auch mehr als die geforderten Stellplätze bereitstellen, teilt die Stadtverwaltung mit. In Einzelfällen könnten weitere Reduzierungen der Stellplätze (zum Beispiel über Mieter-Tickets für den ÖPNV, Car Sharing) vorgenommen werden. Für die nächste Ratssitzung am Donnerstag will die die Verwaltung eine Neuregelung der Stellplatz-Richtlinie vorschlagen und so den Ratsbeschluss vom Mai umsetzen.

Quelle: RP
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