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10.000 Besucher beim siebten "Dog Day"
Wenn Bulldoggen Zigarre rauchen

Der 7. Dog Day
Der 7. Dog Day FOTO: Thomas Tacke, rpo
Der Hund ist neben der Katze das beliebteste Haustier der Deutschen. Dementsprechend groß war der Andrang beim siebten Dog Day: Rund 10.000 Besucher staunten über Hunde, die Wäsche von der Leine holten, Klavier spielten und mit Zigarre in Spielzeugautos posierten. Von Thomas Tacke

Auf der Rennbahn in Grafenberg stehen sonst die Pferde im Mittelpunkt, am Sonntag waren es andere Vierbeiner: Rund 130 Aussteller und Tierexperten widmeten sich mit ihren Angeboten und Vorführungen dem vermeintlich besten Freund des Menschen. "Wir wollen den Hund als treuen Familienbegleiter in all seinen Facetten positiv darstellen", erklärte Claudia Harting, Vorsitzende des ausrichtenden Vereins "Menschen-Tiere-Werte".

Die Zahl der Aussteller sei im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen. "Das liegt wohl an unserem guten Ruf. Vom kleinsten Chihuahua bis zur größten Dogge ist hier alles vertreten", sagte die Organisatorin.

"Trick-Dogs" hauen auf das Miniatur-Klavier

Besonders die Vorführungen einiger dressierter Hunde begeisterten die Zuschauer: Die "Trick-Dogs" sprangen durch Reifen, machten Purzelbäume und hauten mit ihren Pfoten auf die Tasten eines Miniaturklaviers. Die Bulldogge "Spoon" nahm bereitwillig mit Sonnenbrille und Zigarre in einem Spielzeugauto Platz.

"Wir trainieren die Hunde bereits seit knapp zwei Jahren", erklärte Gruppenleiter Peter Doepp. Grundsätzlich könnten die Tricks jedem Haushund beigebracht werden. "Motivation, Spaß und regelmäßiges Training sind dafür ganz wichtig".

Björn Czernik setzte den Rat gleich in die Tat um und schickte seinen Labrador-Cocker-Spaniel "Louis" über einen Hindernisparcours. "Mein Hund bedeutet mir alles. Wenn ich von der Arbeit komme, gehe ich gleich immer als erstes mit ihm raus", sagte der stolze Halter.

Daniela Grzenia hatte ihren "Tesco" mitgebracht. Der Pinscher-Mix durchlief eine Plastikröhre, an deren Ende er freudig von seiner Halterin empfangen wurde. An ihrem Haustier schätzt Grzenia vor allem die Ehrlichkeit: "Hunde sind ja treuer als manche Menschen."

An den Ständen fand sich alles, was das Herz von Herrchen und Frauchen begehrt: Halsbänder, Decken, Malereien, Fressnäpfe und viele "Leckerlis" gingen reihenweise über den Tisch. Susanne Menten setzte an ihrem Stand auf schwedische Führerleinen: "Die sind besonders gepolstert, damit es den Händen auch immer gut geht."    

Weltrekordversuch gescheitert

Auf dem Gelände tollten sich Dackel neben Terriern, wurden Collies neben Pudeln spazieren geführt. Ein besonderer Hingucker waren die Pulis von Klaus Ulrich: Die beiden ungarischen Hirtenhunde fielen durch ihre dichten, schwarzen Zotteln auf, die bis zum Boden hingen. "Ich habe die Rasse gewählt, weil ich Reggae-Fan bin", schmunzelte Ulrich.

Die Hundeschule Canis wollte am Sonntag einen Weltrekord aufstellen: Die Belgischen Schäferhunde "Cato" und "Awesome" sollten in einer Minute möglichst viele Kleidungsstücke von einer Wäscheleine holen und in einen Korb bringen. Doch keiner der beiden Hunde konnte die bisherige Bestmarke von fünf Kleidungsstücken überbieten. Auch wenn es nicht für den Eintrag ins Guinness-Buch reichte: Unterhaltsam genug waren die Einlagen der Hunde allemal.

 
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