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Düsseldorf-Süd
Wersten gewinnt Kellerduell gegen SG 4:1

Düsseldorf-Süd. Fußball-Kreisliga A: SG-Trainer René Merken bangt nach Schlappe beim SVW um den Klassenerhalt. Von Tim Breitbach

Hugo Salecker hatte beim Kassieren nicht einmal die Hälfte der Stehplatz-Stufen-Länge hinter sich, da jubelte er schon mit den rund 40 Fans des SV Wersten um die Wette. Pech: Der Kult-Zappes einer Altbier-Brauerei, der seit der Jahresversammlung auch Ehrenmitglied bei den Grün-Weißen ist, hatte die Entstehung des frühen 1:0 für "seinen" Klub gar nicht mitbekommen.

Denn nach einer Gäste-Ecke, die für die SG Benrath-Hassels eine erste Chance ergab, aber von SVW-Abwehr um den überragenden Jens Weihrauch und den starken Dennis Krüll letztlich geklärt wurde, kam Alessandro Savini an den Ball. Dem gelang ein genialer Steilpass auf Stojan Cekic, der das 1:0 der Gastgeber erzielte (3.). Fortan waren die Platzherren in dem Kellerduell der beiden Süd-Vereine dominant. Einzig der nach längerer Krankheit wieder einsatzfähige Patrick Trautner und Jeff Jordan versuchten - meist vergeblich - Ordnung ins Gäste-Spiel zu bringen. Die Elf von SV-Trainer Ali Glubisz ließ nicht locker, verstellte dem Aufbauspiel der Gäste die Passwege und kombinierte sich oft zügig vors SG-Tor. In Minute 15 verwandelte Dennis Hanuschkiewitz einen Handelfmeter zum verdienten 2:0 der Platzherren, drei Minuten später erhöhte der nach Russek-Querpass freistehende Hanuschkiewitz auf 3:0. Und zwei Minuten vor der Pause war Savini nach Weihrauch-Freistoß und Cekic-Verlängerung zum 4:0 erfolgreich. Worauf SG-Trainer René Merken die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gastgeber etwas Tempo aus der Partie, während die Gäste energischer Zweikämpfe suchten. Doch zu mehr als zu einem Treffer auf die Oberkante der Latte (56.) und dem Ehrentor zum 1:4-Endstand von Jeff Jordan (80.) reichte es für die Kicker des enttäuschten Trainers Merken nicht. Wobei SV-Coach Glubisz "über das 1:4 stinksauer" war. Ausgerechnet der vor der Pause in Defensive und Offensive diszipliniert agierende Ahmad Al-Bazaz war es, nicht nur vor dem 1:4, der nach der Pause seine Mannschaft durch ständige Offensiv-Aktionen mit vielen Dribblings und Ballverlusten mehr als einmal in Gefahr brachte.

SG-Coach Merken merkte niedergeschlagen an: "Wir haben versagt. Und wir müssen feststellen, dass wir unsere Verletzten und Kranken wie Czajor, Nendza und die anderen nicht ersetzen können. So wie wir heute gespielt haben, steigen wir ab. Wir haben nämlich noch ein schweres Restprogramm."

Werstens Trainer Glubisz war obenauf. "Wir haben dieses Kellerduell dank mannschaftlicher Geschlossenheit verdient gewonnen und hätten noch höher gewinnen können. Mit der Leistung vor der Pause war ich zufrieden. Mit dem, was wir danach gespielt habe, nicht. Wir sind noch nicht am Ziel. Bis zum Klassenerhalt ist es noch weit."

Quelle: RP
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