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Erste Abwicklungsanstalt (EAA)
"Bad-Bank" der WestLB kommt beim Abbau der Altlasten gut voran

WestLB: Bad Bank EAA kommt beim Abbau von Altlasten gut voran
Die Zentrale der WestLB-Nachfolgerin Portigon in Düsseldorf. Die Bad Bank EAA kommt mit dem Abbau von Altlasten gut voran, sagte EAA-Chef Matthias Wargers. FOTO: dpa, mg fpt
Düsseldorf. Bis spätestens 2027 will die EAA ihre Aufräumarbeiten abgeschlossen haben. Doch könnte es auch schneller gehen. Schließlich sind schon fast drei Viertel des Kredit- und Wertpapierportfolios abgewickelt.

Die "Bad Bank" der WestLB, EAA, kommt beim Abbau der milliardenschweren Altlasten der zerschlagenen Landesbank schneller voran als erwartet. Innerhalb von fünf Jahren habe die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) fast drei Viertel des Kredit- und Wertpapierportfolios der einst größten deutschen Landesbank abgewickelt, sagte EAA-Chef Matthias Wargers am Dienstag in Düsseldorf. Gleichzeitig sei der überwiegend aus Derivaten bestehende Handelsbestand der ehemaligen WestLB um fast zwei Drittel reduziert worden.

"Kommen schneller voran als geplant"

"Wir kommen beim Abbau der WestLB-Altlasten schneller und besser voran als geplant" betonte Wargers. Zu Auswirkungen der aktuellen Börsenkrise auf die weitere Abwicklung äußerte sich der Manager nur zurückhaltend. "Es ist zu früh über mögliche Auswirkungen auf unsere Arbeit zu spekulieren." Und es gebe da auch keinen unmittelbaren Zusammenhang. "Wir machen unsere Tätigkeit seit fünf Jahren. In dieser Zeit sind die Börsen immer mal rauf und runter gegangen. Unser Abbau ist aber immer sehr geradlinig und über Plan verlaufen", betonte der EAA-Chef.

Allein in der ersten Jahreshälfte 2015 baute die Abwicklungsanstalt weitere Kredite und Wertpapiere im Volumen von knapp 13 Milliarden Euro ab. Der Handelsbestand der WestLB AG verringerte sich nominal um weitere 81 Milliarden Euro. Dabei konnte die EAA unter dem Strich einen Gewinn von 8,3 Millionen Euro ausweisen.

Bis spätestens 2027 will die Bank ihre Arbeit abgeschlossen haben. Doch kann es möglicherweise auch schneller gehen. "Es bleibt unser Ziel, unsere Handlungsbeteiligten unter Minimierung möglicher Verluste so schnell wie möglich aus dem Risiko zu nehmen", sagte Wargers. Nach wie vor geht die EAA davon aus, dass die vorhandenen Mittel zur Abwicklung ausreichen und die öffentliche Hand nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden muss.

(lnw)
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