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Düsseldorf
Wichtige Gespräche über Tod und Vorsorge

Düsseldorf. Beim Forumstag der Rheinischen Post informierten Experten zu Vollmachten und Testamenten. Von Beate Werthschulte

Rund 200 Besucher informierten sich beim Forumstag "Vorsorge zu Lebzeiten" im Konferenzzentrum der Rheinischen Post in Heerdt und verfolgten gespannt die unterschiedlichen Vorträge.

Die meisten Menschen sprechen nicht gern über den Tod, weder über den eigenen noch über den ihnen nahe stehender Menschen. So lautete der Leitgedanke des Forumstags am vergangenen Samstag "Über den Tod haben wir nie gesprochen ... bis wir mussten." Dabei gibt es viele wichtige und sinnvolle Vorsorgemöglichkeiten, von Vollmachten über Testamente und Schenkungen bis hin zu Finanzplanung und Vermögensvorsorge, um die sich jeder bereits zu Lebzeiten kümmern kann. Dieser Meinung sind auch Melanie Joerißen und Anja Bergmann, die beiden Mittdreißigerinnen interessieren sich besonders für die Vorträge zum Thema Bestattungsvorsorge. "Ich möchte, dass mein Mann, sollte ich plötzlich sterben, ganz genau weiß, wie ich bestattet werden will", sagt Bergmann. "Viele Menschen haben ganz konkrete Vorstellungen von der eigenen Bestattung", sagt Cornelia Brodeßer vom Bestattungshaus Frankenheim. Und sei die erste Hemmschwelle einmal überwunden, seien die meisten erleichtert und froh, sich frühzeitig darum gekümmert zu haben.

Auch Alice und Klaus Opitz beschäftigen sich schon seit geraumer Zeit mit dem Thema. In ihrem Alter, so die 76-Jährige, sei es schließlich auch an der Zeit dafür. Eine Vorsorgevollmacht haben sie ihren beiden Kindern längst übergeben, über die Bestattungswünsche wurde in der Familie allerdings bisher noch nicht gesprochen.

Josef und Katharina Philippen, 81 und 79 Jahre alt, sind insbesondere wegen der Vorträge "Erben und Vererben" sowie "Vorsorge durch Testament und Erbvertrag" gekommen. "Wir haben zwei Häuser und drei Kinder", erklärt Katharina Philippen. "Also müssen wir uns Gedanken über die Verteilung des Erbes machen." Zwar seien die Kinder der Meinung, ergänzt Ehemann Josef, dies sei nicht notwendig, denn sie würden sich gut verstehen und könnten sich problemlos einigen. Aber, so beide übereinstimmend, es könne ja nicht schaden, sich zu informieren. Über die eigene Bestattung haben sie übrigens schon längst miteinander gesprochen und wissen genau, was der Partner sich wünscht.

Vor allem über die finanzielle Vorsorge möchte sich auch Cristina Brandt-Weil informieren. "Mich interessiert der Vortrag über die Übertragung von Vermögenswerten zu Lebzeiten sehr", sagt die 61-Jährige. Sie erlebte erst kürzlich in ihrem privaten Umfeld, welche Probleme auftreten können, wenn jemand ganz plötzlich krankheitsbedingt nicht mehr für sich selbst entscheiden kann und eben nicht rechtzeitig vorgesorgt hat.

Quelle: RP
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