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Düsseldorf
Wie es oberhalb der Wehrhahn-Linie weitergeht

Wehrhahn-Linie: Das passiert an den alten Strecken
Wehrhahn-Linie: Das passiert an den alten Strecken FOTO: Stadt D�sseldorf
Düsseldorf. Über dem neuen U-Bahn-Tunnel liegen noch Gleise. Nicht mehr lange. Wir beschreiben die geplanten Veränderungen. Von Christian Herrendorf

Schadowstraße

Stand der Dinge Aus der Schadowstraße verschwinden die Spuren des U-Bahn-Baus, noch liegen dort Straßenbahn-Gleise. Pläne Die Schienen werden vergossen. Wenn der Kö-Bogen II gebaut ist, soll die Schadowstraße passend zur neuen Innenstadt entwickelt werden. Entsprechende Diskussionen über die ersten Entwürfe laufen bereits, allerdings höchst strittig. Ob es tatsächlich den von einigen vehement abgelehnten Radweg dort geben wird, ob wie die Fußgängerzone, die dort entstehen soll, begrünt und möbliert wird, ist in der Debatte noch nicht abzusehen. Aktuell werden die Kritikpunkte aus dem Werkstattverfahren ausgewertet und neue Entwürfe erarbeitet. Zeitraum 2016/nach 2018

Corneliusplatz

Stand der Dinge Zwischen Kö-Bogen und Schadowplatz sowie Corneliusplatz und Landskrone liegen noch die Schienen der Straßenbahnen, die dort bis Samstag gefahren sind. Pläne Die Schienen sollen noch in diesem Jahr herausgenommen werden. Der Corneliusplatz soll wieder sein altes Aussehen erhalten: mit dem Schalenbrunnen im Zentrum, einem Rundweg, Rasenflächen, Blumenbeeten und Magnolien. Die an den Rändern der Königsallee bestehenden Kastanienreihen werden bis zum Nord-Ende des Corneliusplatzes verlängert und ein passender Übergang zur Landskrone geschaffen. Zeitraum 2017, eventuell bis 2018

Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie FOTO: dpa, skm sab

Kasernen-/Breite Straße

Stand der Dinge Die Verlängerungen der Heinrich-Heine-Allee sind noch geprägt von den Bahnen, die früher durch die Altstadt fuhren, und den Spuren des Baus der Wehrhahn-Linie. Pläne Die Baustellen werden sukzessive zurückgebaut, die Schienen verfüllt. Später sollen Rad- und Autofahrer vom zusätzlichen Platz profitieren. Für Radler entsteht eine durchgehende Spur (Radfahrstreifen) auf der Straße und damit eine direkte Achse in die City. Autofahrer müssen ihre Fahrbahn nicht mehr mit der Bahn teilen und erhalten an den Rändern Parkmöglichkeiten. Teilweise wird die gestrichelte Linie in der Mitte zugunsten einer überbreiten Fahrspur entfernt. Zeitraum 2016/2018

Berliner Allee

Stand der Dinge Die Bahngleise für beide Fahrtrichtungen sind schon in Betrieb, dort fahren nun die Linien 701, 705 und 706 (die 701 und die 705 müssen bis November wegen Kanalarbeiten Umleitungen fahren). Am Rande liegen allerdings noch große Reste der Bauarbeiten. Die Rheinbahn will sie in den nächsten zwei Wochen beseitigen. Pläne Wenn die Bahnen sechs bis acht Wochen auf der neuen Strecke unterwegs waren, muss der Boden unter den neuen Gleisen noch einmal gestopft werden. Danach werden mit Ausnahme der Fußgänger-Überwege die Gleise mit Rasenflächen versehen. Der Grünstreifen wird von der Maximilian-Weyhe-Allee bis zur Steinstraße geschaffen, insgesamt reicht er dann bis zur Corneliusstraße. Zeitraum Frühjahr 2016

Das hat sich am Jan-Wellem-Platz getan FOTO: Hans-Juergen Bauer

Bolker-/Hunsrückenstraße

Stand der Dinge In der Altstadt gibt es jetzt nur noch zwei Formen des motorisierten Verkehrs: die Kehrfahrzeuge der Awista und den Lieferverkehr. Die Bahnschienen laufen noch in einer Linkskurve von der Heinrich-Heine-Allee zur Kasernenstraße. Pläne Die Gleise werden verfüllt, dann soll die Fußgängerzone ihrer Umgebung angepasst werden, das heißt, auch dort soll das Pflaster verlegt werden, das in den vergangenen Jahren in den übrigen Straßen eingebaut wurde. Einen entsprechenden Beschluss der zuständigen politischen Gremien gibt es noch nicht, er soll im Laufe dieses Jahres gefasst werden. Zeitraum 2016/2017

Umfrage: Das sagen Düsseldorfer zum Start FOTO: Bretz, Andreas (abr)

Elisabeth-/Friedrichstraße

Stand der Dinge Auch zwischen Graf-Adolf-Platz und Bilker S-Bahnhof sieht man noch deutlich, dass dort bis vor kurzem vier Straßenbahn-Linien unterwegs waren. Pläne Die Schienen werden jetzt verfüllt, später wird auch dort das neue Verkehrskonzept umgesetzt. Dabei spielt eine wesentliche Rolle, dass die Aufenthaltsqualität steigt. Aktuell droht dem Viertel ein Abstieg, weil Anziehungspunkte unter den Geschäften schwinden und Ketten keinen hinreichenden Grund zum Verweilen bieten. Deshalb sollen neben dem Radfahrstreifen flexibel nutzbare Seitenräume entstehen. Der Stadtrat hat den Bedarfsbeschluss gefällt, es läuft die Ausschreibung für die Planung. Zeitraum 2016/2018

(hdf)
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