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Kolumne Auf Ein Wort
Wie geht glauben?

Düsseldorf. Ja, wie geht das eigentlich: Glauben? Diese Frage wird mir oft gestellt. Hätten Sie eine Antwort? Oder stellen Sie sich selber manchmal diese Frage? Für mich ist sie ähnlich schwer zu beantworten wie die Frage "Wie schmeckt salzig?" Auf die Frage "Wie geht Schwimmen?" kann ich immerhin so viel sagen: Dafür muss man irgendwann ins Wasser! Aber was heißt das für den Glauben?

Theologen sagen, sich diese Frage zu stellen, nach einer Antwort oder nach Gott zu suchen, sei bereits der erste Schritt auf dem Weg zum Glauben - oder der Sprung ins Wasser, um bei dem Bild zu bleiben. In unserer Mitmachausstellung zum Thema "Wie geht Glauben?" bringe ich das Beispiel von Vexierbildern: etwa die alte Dame, die zugleich junge Frau ist, oder zwei zugewandte Gesichter versus Vase, usw. Sie kennen sicher diese Rätselbilder, die zwei unterschiedliche Sichtweisen zulassen. Mittlerweile bin ich geübt, beide Anteile zu sehen. Doch bei einem neuen Bild fällt es mir gar nicht so leicht, die "zweite" Wahrheit zu erkennen. Und doch sind beide Bilder da, steckt in der alten Dame immer auch die junge Frau. Genauso ist Gott für mich untrennbar mit unserer Welt verwoben. Egal, wo ich mit meinem Glauben stehe oder ob ich ihn, wie das zweite Bild, erkennen kann. Gott ist da und freut sich auf mich. Das finde ich sehr erleichternd und es fühlt sich gut an.

Auch übergeordnete Gremien der katholischen Kirche stellen sich die Frage, wie das mit dem Glauben geht: Die Bischofssynode befragt aktuell Jugendliche der ganzen Welt zu ihren Meinungen, Sorgen und Sehnsüchten (siehe www.dbk.de/ themen).

Und unter dem Titel "Pastoraler Zukunftsweg" ist auch die katholische Kirche im Erzbistum Köln auf der Suche und fragt zum Beispiel: Was ist die frohe Botschaft in unserer Zeit? Was sind ansprechende Formen) Oder: Wie kann unsere (An-)Sprache gelingen? Wie wollen wir in Zukunft Kirche sein?

Ich bin sehr gespannt, welche Antworten wir finden werden!

Quelle: RP
 
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