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Düsseldorf
Wie Studenten sich engagieren können

Düsseldorf. An der Heinrich-Heine-Universität gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Studenten, sich freiwillig zu engagieren. Neben Mentorenprogrammen suchen auch verschiedene Hochschulgruppen laufend Unterstützer. Von Sarah Schneidereit

Die meisten Bachelor-Studiengänge sind so straff organisiert, dass das Studieren sehr zeitaufwendig und anstrengend sein kann. Viele Studenten denken deshalb, dass für ehrenamtliches Engagement neben dem Studium keine Zeit sei. Dabei gibt es einige Initiativen und Gruppen an der Heinrich-Heine-Universität, in denen man sich ehrenamtlich mit einbringen kann.

Dennis Gottschlich ist einer der Ehrenamtler an der Heine-Uni. Seit März 2012 engagiert der VWL-Student sich ehrenamtlich für das Netzwerk Arbeiterkind, das Kindern aus Arbeiterfamilien das Studieren erleichtern möchte. Dennis Gottschlich koordiniert die Ortsgruppe von Arbeiterkind an der Heine-Uni und informiert Schüler über Perspektiven nach der Schule. Gottschlich bietet jeden zweiten Mittwoch im Monat eine kostenlose Sprechstunde beim Asta an, in der er Fragen rund ums Studium beantwortet.

Seine ehrenamtliche Tätigkeit macht Dennis viel Spaß. "Es ist schön, andere zum Studieren zu motivieren", sagt er. Außerdem bietet die Stelle bei Arbeiterkind auch persönliche Vorteile. Auf der einen Seite macht sich ehrenamtliches Engagement immer gut im Lebenslauf oder bei Bewerbungen um ein Stipendium. Und auf der anderen Seite kann man sich als Mentor bei Arbeiterkind die Zeit flexibel einteilen. "Wer nicht allzu viel Zeit neben dem Studium hat und sich trotzdem engagieren will, ist bei uns genau richtig", meint Dennis. Durch sein Engagement bei Arbeiterkind hat sich Gottschlich auch schon ein kleines Netzwerk von Kontakten aufgebaut, die beim späteren Berufseinstieg für ihn hilfreich sein könnten.

Eine weitere Gruppe an der Heine-Uni, die laufend auf der Suche nach Ehrenamtlern ist, ist die Initiative "Rock your Life". Bei dem Projekt helfen Studenten Hauptschülern dabei, erfolgreich ihren Abschluss zu machen. Die Studierenden unterstützen die Schüler nicht nur beim Lernen und der Prüfungsvorbereitung, sondern auch beim Planen ihrer weiteren Zukunft. Von der Partnerschaft profitieren beide Seiten. "Es entstehen sehr schnell freundschaftliche Beziehungen. Zudem lernt man als Student, wie man auf andere Menschen zugeht und zuhört", erklärt Netzwerkkoordinatorin Shakila Mir, die selbst einen Hauptschüler fördert. "Die neuen Coachingbeziehungen für unser Projekt laufen diesen Monat an. Interessierte können sich aber gerne über das ganze Jahr hinweg bei uns melden", sagt Julia Jax von "Rock your Life". Wer sich bei dem Projekt engagiert, wird schnell feststellen, dass mit dem Ehrenamt auch sehr viel Spaß verbunden ist. Jeden Monat findet ein Stammtisch statt, bei dem sich die Studenten treffen und über ihre Erfolge austauschen. "Außerdem planen wir einige Aktionen zusammen mit den Schülern", sagt Shakila Mir.

Wer Interesse daran hat, andere Kulturen und Sprachen kennenzulernen, kann Teil des Erasmus-Studenten-Netzwerkes (ESN) werden. Die Mitglieder vom ESN kümmern sich um ausländische Gaststudenten, zeigen ihnen die Stadt und helfen ihnen, sich auf dem Campus zurecht zu finden. "Wir treffen uns montags um 21 Uhr in der Kneipe Lot Jonn in Bilk zum Stammtisch. Interessierte sind willkommen", sagt ESN-Präsident Benjamin Helm.

Neben den Mentorenprogrammen gibt es an der Heinrich-Heine-Universität auch die Möglichkeit, sich ehrenamtlich bei den einzelnen Hochschulparteien zu engagieren. Auch die Ortsgruppen von Greenpeace oder Amnesty International nehmen gerne Ehrenamtler in ihren Reihen auf.

Quelle: RP
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