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Kein Echo auf Resolution
Wieder Ärger um Gaslaternen

Kein Echo auf Resolution: Wieder Ärger um Gaslaternen
FOTO: RP/Busskamp
Düsseldorf. Vor drei Monaten hat eine Initiative zum Erhalt der alten Lampen OB Elbers eine Resolution überreicht. Seitdem hat sich nichts getan, beklagt Mitstreiterin Gabriele Henkel. Im Rathaus heißt es, es werde ein Kompromiss erarbeitet. Von Michael Brockerhoff und Jörn Tüffers

Das Hinauszögern einer Entscheidung zum Schutz der Gaslaternen ist für Gabriele Henkel unverständlich. Als die Mitbegründerin der Initiative "Pro Gaslicht" Oberbürgermeister Dirk Elbers im vergangenen Oktober eine Resolution überreichte, war sie von einer schnellen Entscheidung ausgegangen. "Aber wir haben leider noch keinen Erfolg gehabt", so Henkel. Sie erwartet, dass der OB den Schutz der Gaslaternen und den Antrag, die Düsseldorfer Gasbeleuchtung in das Weltkulturerbe aufzunehmen, zur Chefsache im Rathaus machen wird.

Denn als Chef der Verwaltung müsse Elbers darauf achten, dass seine Verwaltung gut arbeite. Henkel will zudem mit Bürgermeister Friedrich G. Conzen, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses, Kontakt aufnehmen. Denn die Gaslaternen seien ein Zeichen der europäischen Stadtkultur.

Auch gestern, in der Sitzung des Kulturausschusses, waren Gaslaternen kein Thema. Und auch kein anderes politisches Gremium hat sich bisher mit der Thematik beschäftigt. Die Fraktionen warten nach Angaben von Bernd Thomas, Referent von Dezernent Gregor Bonin, auf ein umfangreiches Papier. Der Rat hatte beschlossen, einen Masterplan erarbeiten zu lassen, der die Vor- und Nachteile von Gaslaternen und LED-Leuchten bewerten soll. Das Papier ist fast fertig und soll in Kürze im Kreis von Elbers und seinen Dezernenten abgestimmt werden.

Ab Ende Februar könnte es dann in den politischen Gremien beraten werden. Den Inhalt der Untersuchung will Thomas nicht vorwegnehmen. Es würden sämtliche Aspekte wie Umweltschutz, Verkehrssicherheit und Kosten berücksichtigt. Nur so viel: "Gas ist längst nicht so umweltfreundlich wie manche meinen. Zumindest dann nicht, wenn damit Lampen beleuchtet werden sollen."

Immer mehr Gas-Befürworter

Einen Vorsprung hat die FDP. Sie hat in der Vorwoche Vertreter der Initiative und Experten für LED-Leuchten in ihre Fraktion eingeladen. "Die Befürworter für den Erhalt der Gaslaternen sind mehr geworden", sagt Fraktionschef Manfred Neuenhaus. Eine Vorentscheidung sei damit aber nicht gefallen. In Kürze wollen sich auch die Grünen intensiv mit dem Thema beschäftigen. Die CDU dagegen hat sich bisher erst die technischen Details zur Umrüstung der Lampen auf LED erläutern lassen.

Quelle: RP
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