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Düsseldorf-Süd
Wieder Unterkunft an die Itterstraße

Düsseldorf-Süd: Wieder Unterkunft an die Itterstraße
FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Düsseldorf-Süd. Am Donnerstagabend sind die Mitglieder der Bezirksvertretung 9 von der Düsseldorfer Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch genauer über die neuen Standorte für die Flüchtlingsunterbringung im Stadtbezirk 9 informiert worden. Von Andrea Röhrig

Das sind der frühere Verkehrsübungsplatz an der Lützenkircher Straße, ein Grundstück an der Kreuzung Münchener/Ickerswarder Straße sowie am Hugo-Wilderer Weg. Neu war für die Politik an diesem Abend die Überlegung der Verwaltung, erneut den Standort Itterstraße zu nutzen. Bereits im vergangenen Sommer waren in mehreren Zelten auf dem nicht mehr genutzten Sportplatz rund 300 Menschen untergebracht.

Dafür gibt es derzeit zwei mögliche Alternativen. Beide haben den Charme, dass die Holthausener im Anschluss ihr seit Jahren geforderte Mehrzweckhalle erhalten sollen. Die Stadtteilpolitiker befürworten die Variante, dass die Stadt - wie sie es in Hellerhof plant - eine feste Außenhülle baut, die nach Ende der Nutzung als Flüchtlingsheim ohne großen Aufwand in eine Sporthalle umgebaut werden kann. Die zweite Alternative sieht die Belegung des Sportplatzes wieder mit Zelten vor. Im Anschluss soll dort dann eine Halle gebaut werden. "Wir haben uns im Gespräch mit Frau Koch für die erste Variante ausgesprochen; mit dieser würden die Holthausener aus unserer Sicht schneller und verlässlicher an ihre Mehrzweckhalle kommen", sagte Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von seiten der Stadt hieß es gestern in einer Pressemitteilung, dass per Dringlichkeitsbeschluss über die Stadt verteilt fünf winterfeste Zelthallenanlagen für je 150 bis maximal 300 Menschen entstehen sollen - zwischen 250 und 300 in Holthausen. Der Holthausener Sportplatz ist einer von Fünfen. Alle Zelthallenanlagen sollen ein Jahr als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Unproblematisch ist aus Sicht der Verwaltung der Standort auf dem früheren Gelände der Verkehrsschule in Wersten. Dort soll eine Container-Modulanlage für 160 Menschen entstehen.

Für den Standort an den Ickerswarder Straße hat es laut Stadt ein Gespräch mit dem Stadtverband der Kleingartenvereine gegeben. Ein Ortstermin ist am Montag. Dort werde eine einvernehmliche Lösung für die notwendige Verlegung des Parkplatzes der Kleingartenanlage angestrebt, meldete die städtische Pressestelle gestern. Die Machbarkeitsstudie habe für das Grundstück eine mögliche Belegung mit 550 Menschen ergeben - durch eine dreistöckige Bauweise. Weil das Grundstück aber eine wichtige Frischluftschneise für die Stadt bedeutet, sieht die Verwaltung dort nun eine Bebauung vor für weniger als 500 Menschen. Eine genauere Zahl nennt sie nicht.

Vom Tisch ist auch der Bolzplatz an der Ingeborg-Bachmann-Straße in Hellerhof - aufgrund seiner Bedeutung für das Wohnumfeld.. Diese Information hatte Miriam Koch bereits in der Sitzung der Bezirkvertretung 10 weitergeben können. Die SPD hat ein Grundstück am Hellerhofer Sportverein als Ersatz vorgeschlagen. Die Verwaltung prüft gerade diesen auf Tauglichkeit.

Am Hugo-Wilderer Weg in Urdenbach will die Stadt in Kooperation mit ihrer Tochter, der städtischen Wohnungsgesellschaft SWD, und dem Bund deutscher Architekten ein Wohnhaus für 50 Flüchtlinge bauen. Diese sollen in das Projekt aktiv einbezogen werden.

Für alle neuen geplanten Standorte plant die Stadt wieder Info-Veranstaltungen. Da die Umsetzung in den meisten Fällen nicht vor dem dritten Quartal in diesem Jahr lägen, seien diese erst kurz vor den Sommerferien geplant, berichtete Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf.

Quelle: RP
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