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Düsseldorf
Wieder verwüsten Randalierer zahlreiche Gräber

Düsseldorf. Auf dem Stoffeler Friedhof haben Unbekannte am Wochenende Grabsteine umgestoßen und Pflanzen herausgerissen.

Die Düsseldorfer Polizei wird verstärkt Streife an Friedhöfen einsetzen, insbesondere in Bilk und Oberbilk. Der Grund: Auf dem Stoffeler Friedhof sind am Wochenende mehrere Dutzend Gräber verwüstet worden - so wie eine Woche zuvor auf dem Südfriedhof. Die Tatzeit haben die Ermittler auf den Raum zwischen Samstag, 12 Uhr, und Sonntag, 9 Uhr, eingegrenzt, weil am Samstagvormittag die betroffenen Gräber noch unbeschädigt waren, und die ersten Spaziergänger, die etwas bemerkt hatten, sich am Sonntagmorgen gemeldet haben. Die Polizei geht davon aus, dass die Randalierer nachts zugeschlagen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um relativ junge und vermutlich alkoholisierte Täter handelt, gilt als hoch. Die Ermittler bitten deshalb auch alle, die im Umfeld des Stoffeler Friedhofs Partys oder laute Passanten bemerkt haben, Hinweise zu geben.

Das Bild, das sich den Besuchern am Sonntagmorgen am Grab ihrer verstorbenen Verwandten bot, war heftig: Die Randalierer hatten Grabsteine umgeworfen, Pflanzen und Blumenschmuck aus der Erde gerissen und Grablampen umgestoßen. Ähnlich erschütternd war der Eindruck eine Woche zuvor am Südfriedhof gewesen. Dort hatten die Täter zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen (23./25. September) Holzkreuze aus dem Boden gerissen und Steinplatten zerschlagen. Damals ging die Polizei noch davon aus, dass es sich um einen der in Düsseldorf eher seltenen Fälle von Vandalismus auf Friedhöfen handelt, nun deutet sich eine traurige Serie an.

Ob es sich in beiden Fällen um den oder dieselben Täter handelt, ist noch offen, sicher scheint aber, dass die Randalierer aus den umliegenden Stadtteilen kommen. "Für solch eine Tat geht in aller Regel niemand auf eine größere Fahrt", heißt es bei der Polizei. Auch deshalb versprechen die intensivierten Streifen mindestens Schutz für die Gräber.

Kontakt Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, können sich unter Telefon 0211 8700 an die Polizei wenden.

(hdf)
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