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Düsseldorf
Winterdienst steht bereit - bei 17 Grad plus

Düsseldorf. 25 Streu- und jede Menge Kehrfahrzeuge kann die Awista einsetzen, falls der Winter kommt. Von Thorsten Breitkopf

Angesichts der Temperaturen von 17 Grad Celsius und mehr in dieser Woche brennt einem das Thema Winterdienst nicht unbedingt auf den Nägeln. Dennoch muss sich die Awista, in Düsseldorf zuständig für das Bekämpfen von Eis und Schnee auf den Straßen, rüsten. Denn wenn auch in den kommenden Tagen nicht mit einem Wintereinbruch zu rechnen ist, irgendwann wird er kommen.

Insgesamt 3800 Tonnen Salz und Split hat das Tochterunternehmen der Stadtwerke eingelagert. Dazu wurde vor einigen Jahren eine hölzerne Halle auf dem Awista-Gelände am Höherweg errichtet. Ein Gebäude aus Metall würde durch das aggressive Salz Schaden nehmen und nicht lange Bestand haben. Zusätzlich verfügt die Awista über einen Vorrat von 125 Kubikmetern Flüssigsalz, der in großen Silo-Türmen gelagert wird. Die Räumfahrzeuge fahren einfach unter das Silo und werden ähnlich wie bei Schüttgut schnell beladen. Binnen 48 Stunden kann nach Angaben des Entsorgungsunternehmens Nachschub an Salz, Splitt und Flüssigsalz geordert werden. Dazu bestünden Verträge mit mehreren Salzlieferanten, teilten Umweltdezernentin Helga Stulgies und Awista-Chef Peter Ehler gestern auf einer Pressekonferenz mit.

Im gesamten Stadtgebiet können mehr als 60 Fahrzeuge für den städtischen Winterdienst eingesetzt werden. 25 Streufahrzeuge besitzt die Awista, die über einen Aufbau für Streumittel verfügen und auf den Straßen räumen. Zusätzlich gibt es drei so genannte Sole-Fahrzeuge. Sie bringen Flüssigsalz aus, das deutlich länger liegenbleibt als Streusalz und daher vor allem an Brücken, an gefährlichen Stellen oder auf Kontrollstrecken verwendet wird. Zehn kleinere Kehrfahrzeuge mit Streuaufsatz sollen die Fahrradwege freihalten. Drei Multifunktionsfahrzeuge sollen die Wohnstraßen räumen, weitere 22 Geräte werden an den 3500 Überwegen (Ampeln) eingesetzt. Die auf den Straßen fahrenden Streuwagen verfügen übrigens über eine Telematik, das heißt, die Streudaten werden so aufgezeichnet, dass sie vor Gericht verwendet werden können.

Gefährliche Stellen, etwa die Rheinbrücken, werden ab einer Temperatur von zwei Grad abgefahren. Gleichzeitig gibt es Kontrollstrecken. Bei Eis und Schnee gibt es verschiedene Dringlichkeitsstufen, die um drei Uhr nachts festgelegt werden. Unter die Dringlichkeitsstufen 1 und 2 fallen Straßen mit Straßenbahnschienen, hoher Verkehrsfrequenz oder Straßen mit Busverkehr. Unter die Dringlichkeitsstufe 3 fallen die reinen Wohnstraßen oder Tempo-30-Zonen. Ab Schneehöhen von 25 Zentimetern kommen kleinere Räumfahrzeuge dort zum Einsatz.

Quelle: RP
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