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Gregor Bonin
"Wir erfüllen lang gehegte Wünsche"

Düsseldorf. Die Obere Denkmalbehörde verbietet die Bebauung des Gustaf-Gründgens-Platzes. Wir sprachen mit Planungsdezernent Gregor Bonin.

Haben Sie damit gerechnet?

Bonin Nein. Es gab ja schon einen Bebauungsplan, der eine Teilbebauung des Platzes vorsah, deswegen sind wir überrascht. Auch der städtische Denkmalschützer hat nicht mit diesem Votum gerechnet.

Wie kommt es zu einer solch unterschiedlichen Bewertung?

Bonin Anders als Frau Pufke halten wir den Denkmaleintrag, der die Mauer einem "Gesamtensemble" zuordnet, für wenig aussagekräftig. Die Begründung ist schwach, denn die Mauer stellt nur eine dürftige Platzeinfassung dar. Interessanterweise steht die Tankstelle nicht unter Schutz. Wichtiger ist mir aber, dass die Landeskonservatorin den Bezug zur Gegenwart völlig außer acht lässt.

Was meinen Sie damit?

Bonin Denkmäler müssen Teil der Stadtentwicklung sein, sonst fallen sie zurück oder verfallen gar. Ich plädiere gedanklich und räumlich für eine andere Maßstäblichkeit, als sie immer wieder in der Denkmalpfleger zu hören ist.

Mit welchem Ziel?

Bonin Wir erfüllen jetzt lang gehegte Wünsche der Stadtgesellschaft, die dem Schauspielhaus nutzen. Durch die Sichtbeziehungen wird es ins Zentrum der Wahrnehmung gerückt, die Wegeplanung und der endlich belebte Platz - auch durch das Theater selbst - werden dies zeigen. Bessere Sichtbeziehungen hatten übrigens auch die Denkmalschützer gefordert.

Wie geht es weiter?

Bonin Wir teilen Frau Pufke mit, dass wir den Abriss von Mauer und Tankstelle genehmigen. Sie muss entscheiden, ob Sie dies akzeptiert oder sich an den Minister wendet.

Quelle: RP
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