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Kommentar
Wo bleibt die Nachhaltigkeit?

Die steigende Flüchtlingszahl setzt die Stadt unter Druck. Not- und Übergangslösungen sind deshalb nicht zu vermeiden. Trotzdem ist es wichtig, über die Nachhaltigkeit von Investitionen nachzudenken. Eine Summe von 69 Millionen Euro ist auch für eine reiche Stadt wie Düsseldorf beträchtlich, und es dürfte nicht der letzte große Betrag zur Unterbringung von Flüchtlingen werden.

Es mag Sinn machen, die Modulanlagen zu kaufen, statt sie zu mieten. Aber einen langfristigen Gegenwert schafft die Stadt nicht. Deshalb ist es richtig, dass die Politik genau nachfragt.

Es wäre wünschenswert, dass die Stadtverwaltung bald mehr Antworten geben kann. Die CDU hat Recht, wenn sie das Thema sozialer Wohnungsbau ins Spiel bringt - eigentlich ein Lieblingsthema von Oberbürgermeister Thomas Geisel und den Sozialdemokraten. Der Wohnungsmangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen. Die Ausgaben für die Flüchtlingshilfe sind ein guter Anlass, gegenzusteuern. Wenn die Flüchtlingskrise vorbei ist, lassen sich die Bauten noch lange weiter verwenden - bei den Modulanlagen steht das kaum zu erwarten.

arne.lieb@rheinische-post.de

Quelle: RP
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