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Düsseldorf
Wo die Gaslaternen bleiben sollen

Hier gibt es Gaslaternen in Düsseldorf
Hier gibt es Gaslaternen in Düsseldorf FOTO: Schnettler
Düsseldorf. Die Stadt hat Zonen vorgeschlagen, in denen nicht auf LED umgerüstet wird. Die Diskussion steht noch am Anfang. Von Arne Lieb

Mehr als 10.000 Menschen haben die Online-Petition für den Erhalt der Gaslaternen unterschrieben. Damit steht die Stadtverwaltung unter Druck. Denn sie will nach aktuellen Plänen nur 4000 der rund 15.000 verbliebenen Laternen erhalten. Zu wenig, meinen Kritiker. Sie fürchten, dass ein kulturelles Erbe von Düsseldorf verloren geht.

Die RP zeigt exklusiv den detaillierten Plan mit den vorgeschlagenen Erhaltungszonen. Er legt fest, wo die Gaslaternen bleiben sollen - und wo nicht.

Was zeigt die Karte? Es ist zu sehen, wo nach den Daten der Stadtwerke noch Gaslaternen stehen (orange Punkte). Die schraffierten Flächen zeigen die geplanten Erhaltungszonen. Es handelt sich um Gebiete, in denen auch für die Bebauung eine Erhaltungssatzung gilt - also zum Beispiel städtebaulich bedeutende Viertel. Darunter befinden sich Altstadt und Carlstadt, Oberkassel und große Teile von Flingern. Auch im Hofgarten sollen die Laternen bleiben. In Niederkassel, Düsseltal, Derendorf oder Pempelfort würde die Beleuchtung in den kommenden Jahrzehnten hingegen komplett oder nahezu vollständig auf LED-Technik umgerüstet.

Was zeigt die Karte nicht? Der abgebildete Ausschnitt berücksichtigt nur die - für Düsseldorfs Identität besonders wichtige - Innenstadt. Auch im weiteren Stadtgebiet gibt es Tausende Gaslaternen und einige Erhaltungszonen. Zudem wurde für die Übersichtlichkeit darauf verzichtet, die Laternentypen zu unterscheiden. Neben den besonders beliebten historischen "Düsseldorfer" Laternen, die etwa in der Altstadt stehen, existieren mehrere modernere Varianten.

Wie geht die Diskussion weiter? Bislang liegt nur der erste Vorschlag auf dem Tisch. Die Ampel-Koalition hat angekündigt, in die weitere Entscheidung die Bürger einzubeziehen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob mehr Gaslaternen erhalten werden sollen, sondern auch um die Gestaltung der umgerüsteten Leuchten. Zum Beispiel auf dem Marktplatz vor dem Rathaus oder dem Stiftsplatz ist bereits auf LED umgestellt worden; diese Laternen sehen den "Düsseldorfer" Gaslaternen aber täuschend ähnlich - das könnte ein Kompromiss sein.

Quelle: RP
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