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Düsseldorf
Wohnbunker Papillon - Handwerker fordern zwei Millionen Euro

Düsseldorf. Beim Wohnbunker Papillon in Heerdt haben Handwerker offene Forderungen von annähernd zwei Millionen Euro. Dies bestätigte der Düsseldorfer Insolvenzverwalter Michael Bremen auf Anfrage unserer Redaktion. Von Uwe-Jens Ruhnau

Aktuell werden alle Ansprüche überprüft und die Unterlagen der Objektgesellschaft gesichtet. Diese Prüfung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Es muss im Laufe des Verfahrens festgestellt werden, welche Haftungsansprüche bestehen und welche Quote es am Ende für die Gläubiger gibt. Neben der Prüfung von Anfechtungsansprüchen für erbrachte Leistungen fragt der Insolvenzverwalter auch, ob die Gesellschafter zur Kasse gebeten werden können und ob Planungs- oder sonstige Fehler bei der Realisierung des Projekts erfolgt sind.

Der Wohnbunker an der Pariser Straße wurde von der "741 Projektentwicklung GmbH" verwirklicht. Dahinter stecken als Gesellschafter die Heerdter Andreas Bahners und Peter Jung. Mitte August stellte Gerd Schmitz, Geschäftsführer der Objektgesellschaft, Insolvenzantrag. Während der gesamten Bauphase hat es sukzessive Kostensteigerungen gegeben. Das Prestigeobjekt, noch im Frühjahr bei der Immobilienmesse "Mipim" in Cannes als weltbestes saniertes Gebäude ausgezeichnet, kostete statt 16 nun mehr als 20 Millionen Euro. "Die von den Erwerbern gezahlten Festpreise konnten die Entwicklungs- und Baukosten nicht decken", sagt Insolvenzverwalter Michael Bremen. Die Projektentwickler Bahners und Schmitz schossen selbst Geld nach, aber nicht genug.

Die Käufer der 24 Wohnungen waren erleichtert, als Bremen ihnen mitteilte, dass noch knapp eine halbe Million Euro auf dem Notaranderkonto liegt. Dieses Geld stammt aus den Kaufpreisen. Der größte Teil des Geldes dürfte an die Erwerber zurückfließen. Sie können damit die noch ausstehenden Bauarbeiten finanzieren. Das Geld wird dafür zwar nicht ausreichen, denn es sind noch einige Restarbeiten am transformierten Bunker zu erledigen. So waren beispielsweise die Terrassen, auf denen die Wohnungseigentümer ihre Autos abstellen können, noch nicht fertiggestellt und somit auch nicht nutzbar.

Quelle: RP
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