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Düsseldorf
"Wohnungsbau stößt an Grenzen"

Düsseldorf. Bei der CDU diskutierten Wirtschaftsvertreter über den Standort Düsseldorf. Von Thorsten Breitkopf

Vertreter der Wirtschaft sehen den Fokus der Landeshauptstadt auf den Wohnungsbau kritisch. Bei einer Podiumsdiskussion der CDU im Hotel De Medici sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Udo Siepmann: "Der Zuzug nach Düsseldorf macht auch neue Jobs erforderlich. Wenn in den kommenden Jahren wirklich 60.000 Menschen mehr in Düsseldorf wohnen sollten, brauchen wir auch annähernd 50.000 neue Jobs. Das ist nur möglich, wenn entsprechende Flächen für Gewerbe bereitgestellt werden." Es könne nicht sein, dass dem Wohnungsbau stets der Vorzug vor gewerblichen Ansiedlungen gegeben werden. Gerade Zuzügler aus dem Ausland würden oft in gewerblichen Berufen arbeiten und bräuchten diese Arbeitsplätze dringend. "Wir müssen uns fragen, ob wir wirklich 660.000 Einwohner in Düsseldorf haben wollen, das geht auf Kosten der Lebensqualität", sagte Siepmann.

Trinkaus-Aufsichtsratschef Andreas Schmitz regte an, das Wohnproblem durch den Bau von Infrastruktur zu mildern. "Bei einer besseren Anbindung des Umlands durch den Nahverkehr haben wir kein Zuzugsproblem mehr, weil die Menschen im Umland wohnen können", sagte der Banker. CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt sagte: "Auch in Zukunft wird nicht jede Wohnung in allen Preislagen in Düsseldorf realisierbar sein." Der Gründer des Internet-Reiseportals Trivago, Malte Siewert, wollte nicht bestätigen, dass es für seine Mitarbeiter ein Wohnungsproblem gebe: "Die sind meist jung, feiern gern und leben in Wohngemeinschaften. Von Problemen höre ich selten." Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von RP-Lokalchef Uwe-Jens Ruhnau.

Quelle: RP
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