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Düsseldorf
Wünsche von Verbänden und Vereinen

Düsseldorf. Was hilft dem Sport in der Stadt? Vier ganz verschiedene Anliegen aus der Sportwelt.

"Ich würde mir wieder mehr nachhaltige Sport-Events wünschen, mit denen Düsseldorf wirklich verbunden wird. Die Tour de France ist eine tolle Sache, aber wie auch der Eurovision Song Contest ein einmaliger lauter Knall. Wiederkehrende Events wie früher der World Team Cup im Tennis oder der Ski-Langlauf-Weltcup helfen den Sportarten und verschaffen Düsseldorf eine große Präsenz. Neue Veranstaltungen zu etablieren, ist nicht einfach, aber kann funktionieren."

Dietloff von Arnim, Präsident des Tennis-Verbands Niederrhein und früher Leiter des World Team Cups.

"Ich wünsche mir, dass die Stadt die Vereine weiter beim Lärmschutz unterstützt. Das Thema hängt über uns vom TV Grafenberg immer noch wie ein Damoklesschwert. Wir freuen uns, dass unsere Mitgliederzahl rasant wächst, aber wir brauchen deshalb die Möglichkeit, unsere Anlage zu nutzen, trotz aller Rücksicht auf die Nachbarn. Das ist auch wichtig, weil Düsseldorf eine familienfreundliche Stadt sein will. Wir Vereine spielen schließlich eine wichtige Rolle dabei, Kinder weg vom Computer nach draußen zu bekommen."

Silke Bertermann, Kassiererin beim TV Grafenberg

"Ich wünsche mir, dass der Papierkram weniger wird. Wir sind zufrieden mit der Unterstützung durch das Sportamt, aber der Aufwand für die Verwaltung hat nach meinem Eindruck insgesamt deutlich zugenommen, etwa durch die höheren Anforderungen an Sicherheitskonzepte. Auch die Gebühren für die Nutzung von Anlagen sind höher geworden. Das alles kostet uns Vereine enorm viel Zeit und Nerven."

Jochen Grundmann, 2. Vorsitzender von ART Düsseldorf.

"Ich wünsche mir, dass die Stadt die Vereine nicht hängen lässt. Sie sind eine tragende Säule für den Sport. Für 2016 hat die Stadt die Aufwendungen erstmals seit Jahren pauschal um 3,4 Prozent gekürzt. Der Stadtsportbund befürchtet, dass das Geld nicht ausreicht, um die Anlagen in Ordnung zu halten. Wir wünschen uns, dass die Stadt bei unvorhersehbaren Problemen zum Beispiel mit Flutlichtanlagen auch darüber hinaus hilft. Denn die Vereine mit ihren 151.000 Mitgliedern, davon 44.000 Kinder und Jugendliche leisten eine wichtige Arbeit."

Peter Schwabe, Präsident des Stadtsportbunds (arl)

Quelle: RP
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