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Gigant auf Reisen
XXL-Transporter steht nun in Düsseldorf-Lörick

Schiff-Verladung der XXL-Trafos läuft
Schiff-Verladung der XXL-Trafos läuft FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. Es ist eine Reise mit Hindernissen: Ein Schwertransport mit zwei 472 Tonnen schweren Transformatoren war in der Nacht auf Samstag unterwegs nach Düsseldorf. Derzeit steht er in Lörick auf einem Parkplatz.

Vor einer Woche startete der Transport bei einer Firma in Mönchengladbach. Die zwei Stromtransformatoren mit jeweils 470 Tonnen Gewicht (etwa so viel wie ein voll beladener Jumbojet) müssen nach Niedersachsen. Dort sollen sie Strom von einem Offshore-Windpark in der Nordsee einspeisen. Probleme gab es auf der Tour in Kaarst und Kleinenbroich: Die schweren Geräte mussten umgeladen werden. Dafür wurden Hubgerüste mit einer Tragkraft von 720 Tonnen aufgestellt. Sie blockierten an beiden Orten die komplette Fahrbahn. 

Schwertransport in Kaarst

Acht Stunden von Meerbusch bis Lörick

Bis Freitagabend stand der Gigant an der Meerbuscher Straße, die weitere Route: über die Moerser und Dorfstraße nach Düsseldorf-Lörick. Ab 19 Uhr fing die Polizei mit der Absperrung der Meerbuscher Straße zwischen Osterath und Büderich an.

FOTO: Grafik Weber

Weil der Mühlenbach unter der Meerbuscher Straße durchfließt, mussten die Mitarbeiter der Spedition eine Behelfsbrücke bauen. Der Druck der Trafos würde sonst die Meerbuscher Straße zum Einsturz bringen. Bereits am Vorabend mussten Behelfsbrücken gebaut werden.

Am frühen Samstagmorgen kam der Schwertransport dann in Düsseldorf-Lörick an. Dort steht er zurzeit auf einem Parkplatz und wird auf einen schmaleren Tieflader umgesetzt. Das kann ein paar Stunden dauern.

XXL-Transport aus der Vogelperspektive FOTO: Christoph Reichwein

Solche Transporte finden fast immer nachts statt, damit der Verkehr nicht zum Erliegen kommt – so auch bei der Tour am Freitagabend nach Düsseldorf. An der Rhein-Natorampe sollten die beiden riesigen Trafos auf ein Ponton-Schiff verladen werden.

Die insgesamt 681 Kilometer lange Reise führt dann weiter über den Rhein, durch Holland und schließlich über die Ems nach Niedersachsen. Begleitet wird der Transport von der Polizei, aber auch von etwa 20 Mitarbeitern der Spedition. Sie unterstützen die Fahrer der Zugmaschinen, indem sie den Transporter und die Strecke im Blick behalten und über Funk Informationen durchgeben. 

Sehen Sie hier die Bilder aus der Vogelperspektive, als der XXL-Transport in Kaarst unterwegs war.

(top/url/mrö)
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