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Düsseldorf
Zahl der Firmenpleiten steigt

Düsseldorf. Gegen den Trend in NRW gab es in Düsseldorf 2015 mehr Insolvenzen. Von Thorsten Breitkopf

In Düsseldorf haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Firmen beim Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach gestern vom statistischen Landesamt IT.NRW veröffentlichten Zahlen meldeten in der Landeshauptstadt zwischen Januar und Dezember 2015 insgesamt 341 Unternehmen Insolvenz an. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2014 ein Anstieg um fast 13 Prozent. Damit stellt sich Düsseldorf eindeutig gegen den landesweiten Trend. In Nordrhein-Westfalen war die Zahl der Firmenpleiten um 6,1 Prozent 7347 gefallen. Zum Zeitpunkt der Insolvenzen seien landesweit 39.046 Beschäftigte betroffen gewesen.

Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen habe im vergangenen Jahr um sieben Prozent in NRW niedriger gelegen. In 20.908 Fällen (2014: 22.485) habe es sich um Verbraucherinsolvenzen gehandelt. 3.407 Fälle betrafen den Angaben zufolge Nachlässe, das Gesamtgut von Gütergemeinschaften oder ehemals selbstständig tätige Personen.

Auch in Düsseldorf ist die Zahl der Verbraucherinsolvenzen rückläufig. 677 Personen meldeten 2015 Privatinsolvenz an, was einem Rückgang von rund zehn Prozent entspricht. Experten führen die schrumpfende Zahl auf die vergleichsweise gut laufende Konjunktur und die stabile Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück. Düsseldorf hatte zwar erstmals seit vielen Monaten wieder mehr Arbeitslose. Die Zahl erhöhte sich von Dezember auf Januar um 667 Personen oder knapp drei Prozent. Damit waren 26.552 Düsseldorfer arbeitslos gemeldet, wie die Agentur für Arbeit Anfang des Monats mitteilte. Grund sei unter anderem der Kündigungstermin zum Jahresende und das Auslaufen befristeter Verträge, hieß es von der Behörde. "Dies bedeutet aber keine Unterbrechung der positiven Grundtendenz auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt", sagt Roland Schüßler, Chef der Agentur für Arbeit Düsseldorf.

IT.NRW wies darauf hin, bei den Insolvenzen lediglich Forderungen erfasst zu haben, die bis zum Zeitpunkt der Statistikerstellung bei den Amtsgerichten angemeldet und an das Landesamt bis zum Beginn der Auswertung weitergegeben worden seien.

Quelle: RP
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